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Nasa-Aufnahmen Satelliten-Bild zeigt "lachende" Sonne – sie könnt einen Sonnensturm ankündigen

Die dunklen Flecken – sogenannte koronale Löcher – geben der Sonne den Anschein, als würde sie in die Kamera lachen
Die dunklen Flecken – sogenannte koronale Löcher – geben der Sonne den Anschein, als würde sie in die Kamera lachen
© NASA
Die Nasa hat ein Satellitenbild veröffentlicht, auf dem die Sonne aussieht, als hätte sie ein lachendes Gesicht. Verantwortlich dafür sind Sonnenwinde, die sich als dunkle Flecken zeigen.

Die Sonne lacht – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Eine am Donnerstag veröffentlichte Satelliten-Aufnahme der NASA zeigt den Himmelskörper mit einem scheinbar fröhlich lächelnden Gesicht. Bei den drei dunklen Flecken, die wie zwei Augen und ein Mund aussehen, handelt es sich um sogenannte koronale Löcher.

Die Raumfahrt-Behörde teilte das Bild auf Twitter mit dem Vermerk: "Heute hat das Solar Dynamics Observatory der Nasa die Sonne 'lächelnd' eingefangen." Die koronalen Löcher seien nur im ultravioletten Licht sichtbar und markieren Regionen, in denen schneller Sonnenwind den Himmelskörper verlässt. Als Sonnenwind bezeichnet man Strahlung und geladene Teilchen, die die Sonne ständig in den Weltraum sendet.

Aufnahme der Nasa könnte Sonnensturm ankündigen

Beim Solar Dynamics Observatory handelt es sich um eine Agenturmission, die untersuchen soll, wie Sonnenaktivität entsteht und diese das Weltraumwetter beeinflusst. Seit Februar 2010 misst das Observatorium Sonneninneres, Atmosphäre, Magnetfeld und Energieabgabe. Das Bild der "lachenden Sonne" könnte auf einen Sonnensturm hindeuten.

Wenn die Sonnenwinde in einem bestimmten Gebiet innerhalb kurzer Zeit deutlich stärker sind – zum Beispiel in den koronalen Löchern – kommt es zu einer Sonneneruption. Treffen diese intensivierten Winde auf die Erde, spricht man von einem Sonnensturm. Laut dem britischen "Guardian" rechnen Experten damit, dass das Wetter-Phänomen am Samstag eintreten könnte. Ein Sonnensturm kann das Magnetfeld der Erde deformieren. Für die Menschen sind die damit einhergehenden Auswirkungen meist nur minimal oder kaum spürbar.

Sonnenstürme lösen Polarlichter aus

Stellenweise könnte das Stromnetz aufgrund zu hoher Spannung und zerstörten Transformatoren ausfallen. Solche Effekte treten laut dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung vor allem in hohen Breiten auf. Die Teilchen des Sonnensturms können zudem GPS-Satelliten beeinträchtigen. Infolgedessen kann es zu verzögerten Kommunikationssignalen und Fehlberechnungen von Standorten kommen.

In den Polargebieten lösen Sonnenstürme häufig Polarlichter aus. Bei starken Sonnenstürmen kann das Erdmagnetfeld so stark verformt werden, dass die Leuchterscheinungen auch in Deutschland sichtbar werden. Ob am Wochenende tatsächlich ein Sonnensturm eintritt, bleibt abzuwarten.

Die mögliche Ankündigung, die "lachende Sonne", ist jedenfalls ein Hit auf Twitter. User sehen in dem flammenden Ball mit "Gesicht" einen Löwen, die Sonne aus der Kinderserie Teletubbies oder – passend zur Jahreszeit – einen Halloween-Kürbis.

Quellen: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (I), Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (ii), "The Guardian"

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