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Niedersachsen-Wahl "Nicht, dass große Konzerne sich die Taschen vollstopfen und der kleine Mann das ausbügelt" – die Stimmung an den Wahlurnen

STORY: Landtagswahl in Niedersachsen. Auch die Spitzenkandidaten der Parteien haben am Sonntag ihre Stimme abgegeben, so Ministerpräsident Stephan Weil von der SPD, er trat in Hannover an die Urne. "Ich wünsche mir vor allem natürlich ein starkes Ergebnis für die SPD." "Sind Sie zufrieden gewesen mit Ihrem Wahlkampf?" "Ich glaube, unser Wahlkampf, an dem kann man wirklich nicht viel herumkritteln. Wir haben gekämpft auch unter schwierigen Bedingungen. Ich habe vor allen Dingen tiefen Respekt vor vielen Wahlhelferinnen und Helfern, die auch ganz viel sich haben anhören müssen, aber die das durchgestanden haben. Und jetzt in den letzten zwei Wochen geht es immer stärker um die Frage, wer soll eigentlich in Niedersachsen regieren und ich glaube, das ist eine Phase gewesen, die war für die SPD gut." In Heiligenthal bei Lüneburg gab CDU-Spitzenkandidat und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann seine Stimme ab. "Ein besonderer Tag. Das ist auch ein Glückstag. Immerhin ist meine Tochter heute zwölf Jahre alt geworden, das heißt wir hatten schon mal allen Grund heute morgen zu feiern. Es geht jetzt darum, das Land in einer schwerwiegenden Krise stabil zu regieren. Deshalb hoffe ich und setze ich auf eine starke CDU, die heute Abend ab 18 Uhr, nach meinem Wunsch stärkste Kraft in Niedersachsen werden soll." Und die Wählerinnen und Wähler? Nachgefragt in Hannover. Was bewegt Sie? Welche Partei soll regieren? "Ganz ehrlich CDU. Also von mir aus dem Koalitionspartner. Bisher hat es ja einigermaßen geklappt, aber das war ich ja mal. Ich bin aus Westfalen, bin Kriegskind, habe die SPD erlebt, nicht zu unserem Besten." "Ja, vor allem das Thema soziale Sicherung, auch hier bei uns im Land Niedersachsen. Das Thema Inklusion schon allein von Berufswegen interessiert mich sehr. Und wie wir auch zukünftig die nächsten vier Jahre die ganz wichtigen Themen Wohnen, soziale Sicherung, Inklusion, wie wir das weiter voranbringen können." "Was ich auch ganz schlimm finde, dass wir in diesem Land wirklich die Probleme haben, dass Rentner zur Tafel gehen müssen und irgendwie da zusehen müssen, dass die Nahrungsmittel bekommen. Also, ich denke, das sind schon Themen, die müssen aufgegriffen werden und die sollten mal auch wirklich angegangen werden und nicht immer nur geredet werden." "Dann müssen sie immer auch an die Wirtschaft ran. Nicht, dass die großen Konzerne wie Gas und Strom sich die Taschen vollstopfen und der kleine Mann soll das ausbügeln. Das kann nicht funktionieren." Die Niedersachsenwahl gilt als wichtiger Stimmungstest für die Ampel-Koalition auf Bundesebene. Umfragen vor Wahlbeginn sahen die SPD vorn, gefolgt von CDU und Grünen.
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Stephan Weil und Bernd Althusmann traten in Hannover und in Heiligenthal bei Lüneburg an die Urne. In der Landeshauptstadt sprachen Wählerinnen und Wähler über die für sie wichtigsten politischen und gesellschaftlichen Themen. 

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