So gefährlich ist ihr Biss
Nosferatu-Spinne offenbar in ganz Deutschland verbreitet

Die Nosferatu-Spinne kann mittlerweile in ganz Deutschland angetroffen werden. Ein Biss ist schmerzhaft, aber ungefährlich.
Die Nosferatu-Spinne kann mittlerweile in ganz Deutschland angetroffen werden. Ein Biss ist schmerzhaft, aber ungefährlich.
© iStock/Gugu Mannschatz

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Die invasive Nosferatu-Spinne hat sich mittlerweile wohl in ganz Deutschland verbreitet, wie der Nabu meldet. Ein Biss der giftigen Spinne kann schmerzhaft sein.

Die Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) wurde zum ersten Mal 2005 in Deutschland, genauer gesagt in Freiburg im Breisgau gesichtet. In den letzten 20 Jahren hat sie sich jedoch immer weiter im Bundesgebiet ausgebreitet. Die Initiative Naturgucker des Naturschutzbunds Deutschland e. V. (Nabu) geht davon aus, dass sich die eingewanderte Art mittlerweile in ganz Deutschland ausgebreitet hat. Bislang liefen über die im August 2022 gestartete Mitmachaktion rund 30.000 Meldefotos von Naturbegeisterten ein. Die Fundorte geben Einblicke darüber, wo die Nosferatu-Spinne überall in der Bundesrepublik vorkommt. Ihr Biss ist zwar giftig, aber für den Menschen ist die Spinne ungefährlich.

Nosferatu-Spinne in ganz Deutschland verbreitet

Über die Naturgucker-Initiave trafen schon 2022 Fotos von Sichtung der Nosferatu-Spinne aus fast allen Bundesländern ein. Lediglich aus Mecklenburg-Vorpommern fehlten Nachweise für das Tier. Seit 2024 wurden auch Nachweise aus dem Nordwesten der Republik sowie aus Schleswig-Holstein eingesendet. Inzwischen werden auch mehr Funde aus dem Norden und dem Südosten Deutschlands gemeldet als noch vor vier Jahren. Auch aus Mecklenburg-Vorpommern werden mittlerweile verstreute Funde gemeldet.

Zwischen Januar und Mai 2026 wurden der Initiative so viele Sichtungen gemeldet wie nie zuvor. Laut Nabu kommen Erwachsene Tiere und Jungspinnen mittlerweile das ganze Jahr über in Deutschland vor. Auf der Internetseite des Nabu-Naturgucker können Sie selber Ihre Funde per Foto einreichen und so dazu beitragen, dass Nabu und die Wissenschaft weitere Einblicke über die Entwicklung des Vorkommens der Nosferatu-Spinne in Deutschland erhalten.

So gefährlich ist der Biss der Nosferatu-Spinne

Sie können die Nosferatu-Spinne leicht an dem namensgebenden Muster auf ihrem vorderen Rücken erkennen. Es erinnert viele Betrachter an die Fratze des Vampirs aus dem Stummfilm-Klassiker "Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens". Die Spinne ist haarig und hat lange Beine, ihre Beinspannweite kann bis zu fünf Zentimeter betragen.

Die Nosferatu-Spinne ist zwar giftig, doch für den Menschen ist ein Biss nicht gefährlich. Er ist vergleichbar mit einem Mücken- oder Bienenstich. Ein Arztbesuch ist in der Regel nicht nötig, sofern allergische Reaktionen ausbleiben. Da die Spinne nur aggressiv wird, wenn sie in Bedrängnis gebracht wird, sollte sie mit Hilfsmitteln und nicht mit bloßer Hand aus den Wohnräumen entfernt werden.

Ursprünglich stammt die Nosferatu-Spinne aus dem westlichen Mittelmeerraum. Der Klimawandel sorgt nun dafür, dass sie immer weiter in nördliche Regionen vordringt.

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