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NPD-Kundgebung in Frankfurt: Linke Gleisblockade verhindert Aufmarsch der Rechten

Um eine Mai-Kundgebung der NPD zu verhindern, setzten sich linke Demonstranten auf die Gleise in der Nähe des Versammlungsortes. Die NPD wich kurzerhand nach Hanau aus.

Die für den 1. Mai angekündigte Kundgebung der rechtsextremen NPD in Frankfurt/Main ist angesichts von Protesten in die hessische Stadt Hanau verlagert worden. Am Mittwoch versammelten sich rund 180 NPD-Anhänger auf dem Marktplatz von Hanau, wie die Frankfurter Polizei am frühen Nachmittag berichtete. In Frankfurt hatten zuvor rund 600 Gegendemonstranten Gleise in der Nähe des ursprünglichen Versammlungsortes am Ostbahnhof besetzt. Größere Randale sei bislang ausgeblieben, sagte eine Polizeisprecherin. Die Gleise sollten im Laufe des Nachmittags geräumt werden.

In Berlin, Frankfurt, Erfurt und Dortmund wandten sich Tausende Menschen gegen Rechts. Nicht ganz ohne Zwischenfälle verlief die Demo in Berlin. Die Polizei ging im Stadtteil Schöneweide - einer Hochburg der rechten Szene - mit einem Wasserwerfer und Pfefferspray gegen Protestierende vor.

awö/DPA / DPA