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Schon 40 Tote Die Pest grassiert auf Madagaskar - 119 Menschen infiziert


In der Regenzeit fliehen auf der afrikanischen Insel Madagaskar Ratten in die Dörfer - ihre Flöhe verbreiten die Pest. Inzwischen sind bereits 119 Menschen mit der tödlichen Krankheit infiziert.

Auf Madagaskar grassiert nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO die Pest. Von August bis Mitte November seien von den Gesundheitsbehörden auf der Insel vor der Ostküste Afrikas bereits 119 infizierte Menschen registriert worden, von diesen seien 40 gestorben, heißt es in einer Mitteilung der WHO in Genf.

Der Ausbruch der Pest sei in mehreren Regionen festgestellt worden, unter anderem auch in der Hauptstadt Antananarivo. Regierung und WHO seien gemeinsam bemüht, eine weitere Ausbreitung der Infektionskrankheit, die durch Flöhe auf Nagetieren übertragen wird, einzudämmen.

Schon 2009 und 2011 erkrankten Menschen auf Madagaskar an der Pest; 2009 hatte die hochgradig ansteckende Infektionskrankheit auf der Insel 18 Menschen getötet, 2011 waren es mehr als 60. Die Pest wird vor allem durch den Biss von Rattenflöhen auf Menschen übertragen. In der Regenzeit und bei den üblichen Überschwemmungen zwischen November und April flüchten regelmäßig Heerscharen von Ratten in die Dörfer und Städte. Bisher hieß es, die Krankheit lasse sich in der Regel wirkungsvoll mit Antibiotika behandeln.

jen/DPA DPA

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