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Shitstorm gegen US-Politikerin: Sarah Palins Sohn trampelt auf einem Hund herum

Das ging schief: Die ultra-konservative US-Politikerin Sarah Palin wollte eine schöne Botschaft verkünden - und postete Fotos, auf denen ihr Sohn auf einen Hund steigt. Auf Facebook tobt ein Sturm.

Sie selbst versteht die ganze Aufregung vermutlich nicht - wollte sie in der Welt zu Neujahr doch nur ein bisschen Optimismus verbreiten. Doch die Fotos, die die US-Politikerin Sarah Palin auf ihrem Facebook-Account online stellte, stoßen bei Tierfreunden auf wenig Liebe: Auf den Bildern ist der kleine Sohn der Politikerin zu sehen, wie er auf den Hund der Familie steigt

Palin selbst sieht darin eine gute Botschaft fürs neue Jahr: "Möge sich 2015 jeder Stolperstein in ein Sprungbrett auf dem Weg nach vorn verwandeln", schreibt sie zu den Fotos. Ihr Sohn habe sie daran erinnert, als er seiner Mutter beim Spülen helfen wollte, sich aber von dem "faulen Hund" daran gehindert sah - und ihn kurzerhand in ein eben solches Sprungbrett verwandelte.

Zu Tausenden kommentierten Nutzer das Foto - und nicht jeder wollte in den Bildern die gleiche frohe Botschaft sehen wie die Fotografin selbst. "Auf jemanden oder etwas zu treten um sein Ziel zu erreichen: Das ist der 'Palin way', richtig?" fragte ein Kommentator bissig. Ein anderer: "Menschen, die so eine Aktion gegen ein Tier akzeptieren, würden dasselbe gegen Menschen zu tun." Eine weitere Leserin bemühte gar kreationistischen Pathos: "Bitte lass ihn nicht auf dem Hund stehen. Bring ihm bei, Gottes Geschöpfe zu respektieren".

Selbst einige Fans der Politikerin sehen das Posting kritisch: "Ich mag Palin eigentlich", schreibt eine Nutzerin. "Aber auch ich denke, ein Stuhl wäre die bessere Wahl gewesen. Einem Kind beizubringen, auf einem Hund zu stehen, ist nicht lustig oder süß." Andere wiederum finden die Aufregung übertrieben: "Allerliebst!", findet einer. "Offensichtlich haben hier viele noch nicht selbst einen großen Hund besessen und posten nun negative Kommentare."

Sarah Palin geriet schon öfter wegen Verfehlungen in die Schlagzeilen. Die Politikerin ist unter anderem für die konservative Tea-Party-Bewegung tätig und gehört zum rechten Rand der Republikaner. Vor allem ihre Auftritte während des Wahlkampfs an der Seite John McCains im Jahr 2008 wurden mehrfach parodiert. Die damalige Gouverneurin von Alaska knadidierte für das Amt der Vize-Präsidentin und begründete ihre außenpolitische Kompetenz damit, dass sie von ihrer Heimat aus Russland sehen könne.

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