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Neue Verteidiger Von Depps Fans ins Lächerliche gezogen – jetzt tritt Elaine Bredehoft als Amber Heards Anwältin zurück

Elaine Bredehoft und Amber Heard
Den nächsten Kampf vor Gericht wird Amber Heard ohne Elaine Bredehoft antreten 
© Steve Helber / POOL / AFP
Der Kampf von Amber Heard gegen ihren Ex-Mann Johnny Depp ist noch nicht vorbei. Ende Juli legte die Schauspielerin Berufung gegen die Entscheidung eines Gerichts in Virginia ein. Unterstützt wird sie bei dem neuen Rechtsstreit von einem erweiterten und neuen Team aus Anwälten. 

Elaine Bredehoft machte als Anwältin von Amber Heard vor Gericht in Virginia nicht immer eine souveräne Figur. Im Netz wurde die durchaus renommierte Juristin von Depps Fans nicht selten lautstark ins Lächerliche gezogen und zum Gegenstand von Memes und Witzen degradiert. Jetzt ist sie als Anwältin der "Aquaman"-Schauspielerin zurückgetreten. 

Amber Heard wird von neuen Anwälten vertreten

Heard vertraut in den kommenden Monaten auf zwei neue Anwälte, David L. Axelrod und Jay Ward Brown. Die beiden hatten im Februar die "New York Times" in einem Verleumdungsfall vertreten und gewonnen. Die frühere Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, war mit ihrer Klage gegen das Blatt gescheitert.

Axelrod und Brown sind spezialisiert auf Fälle, in denen der 1. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten Gegenstand ist: der Artikel, in dem es um Meinungsfreiheit und Pressefreiheit geht.

Anfang Juni gewann Johnny Depp nach rund sechs Prozesswochen die Verleumdungsklage gegen Heard. Er hatte sie wegen eines Beitrags, den sie 2018 in der Zeitung veröffentlichte, auf 50 Millionen Dollar verklagt. Darin behauptete sie, Opfer von häuslicher Gewalt zu sein. Ihren Ex-Mann hatte sie nicht namentlich erwähnt. Depp behauptete, der Beitrag habe dennoch seine Karriere ruiniert, seinen Ruf beschädigt und ihn viel Geld gekostet. Heard hatte sich stets auf den 1. Zusatzartikel der Verfassung berufen. 

Ohne Elaine Bredehoft

Bredehoft ließ wissen, es sei "der perfekte Zeitpunkt, um den Staffelstab weiterzugeben". Während sie von ihren Aufgaben als Verteidigerin zurücktritt, bleibt Anwalt Ben Rottenborn in Amber Heards Team. "Wenn es um den Schutz des Grundrechts der Meinungsfreiheit geht, betrachten wir die Entscheidung der Geschworenen – um ein berühmtes Zitat zu paraphrasieren – nicht als 'den Anfang vom Ende, sondern lediglich das Ende vom Anfang'. Ein anderes Gericht rechtfertigt eine andere Darstellung, zumal jetzt so viele neue Beweise ans Licht kommen", hieß es von einem Heard-Sprecher. 

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