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Ex-Präsident Trump freut sich über den Klimawandel – weil es "mehr Grundstücke am Strand" geben würde

Der ehemalige Präsident Donald Trump spricht Ende Juni 2022 auf einer Kundgebung in Illinois
Der ehemalige Präsident Donald Trump spricht Ende Juni 2022 auf einer Kundgebung in Illinois
© Mike Sorensen / DPA
Ex-US-Präsident Donald Trump hat mal wieder mit einer seiner Äußerungen für Wirbel gesorgt. Diesmal machte er eine zynische Bemerkung zum Klimawandel – und argumentierte mit nicht belegbaren Zahlen.

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat sich spöttisch über die sich verschärfende Klimakrise geäußert. "Wir werden ein bisschen mehr Grundstücke am Strand haben, was nicht das Schlechteste auf der Welt ist", sagte er am Samstagabend (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt in Anchorage im US-Bundesstaat Alaska. "Ich habe gehört, dass die Ozeane in den nächsten 300 Jahren um ein Achtel Zoll (knapp 0,32 Zentimeter) ansteigen werden. Wir haben größere Probleme als das." Trump ließ offen, was die Quelle für diese Zahl sein soll. In den USA stehen im November Kongresswahlen an. 

Trump ließ auch bei seinem Wahlkampfauftritt in Alaska weiter offen, ob er bei der Präsidentenwahl 2024 erneut antreten will. Er kündigte lediglich an: "Wir werden unser prächtiges Weißes Haus zurückerobern." Trump wiederholte seine widerlegte Behauptung, wonach er bei der Wahl 2020 durch Betrug um seinen Sieg gebracht worden sei. 

Trump hat wiederholt daran gezweifelt, ob der Klimawandel menschengemacht ist - solche Zweifel sind wissenschaftlich klar widerlegt. Der Republikaner hatte die USA während seiner Amtszeit aus dem Pariser Klimaschutzabkommen zurückgezogen. Sein demokratischer Nachfolger Joe Biden hatte den Schritt nach seinem Amtsantritt Anfang vergangenen Jahres umgehend rückgängig gemacht und die USA wieder zurück in das Abkommen geführt. Biden hat den Kampf gegen den Klimawandel zu einem seiner wichtigsten Ziele erklärt.

Donald Trump: Er will das Repräsentantenhaus zurückerobern

Trump erklärte bei seinem Auftritt in Alaska seine Unterstützung für die frühere Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, die sich um einen Sitz im US-Repräsentantenhaus bewirbt. Trump rief die Wähler dazu auf, die "großartige, legendäre Palin" nach Washington zu schicken. Palin war im Wahlkampf 2008 zur Zielscheibe von Spott geworden, als sie als Vizepräsidentschaftskandidatin behauptet hatte, sie könne von ihrem Haus in Alaska aus Russland sehen. 

Palin trat am Samstagabend kurz an der Seite Trumps auf. "Wir lieben Dich", sagte sie an die Adresse des Ex-Präsidenten. "Wir brauchen Dich zurück." Trump kündigte an, die Republikaner würden bei den Kongresswahlen die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückerobern. 

gfk dpa

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