HOME

Empörung in Spanien: Polizei erschießt ausgebrochene Schimpansin

Auf Mallorca hat die Polizei einen Schimpansen erschossen. Weibchen "Eva" war mit Artgenossen "Adam" aus einem Zoo ausgebrochen. Dabei hätte ein Betäubungspfeil womöglich ausgereicht.

Ausgewachsene Schimpansen (Archivbild) werden durchaus zwischen 70 und 80 Kilo schwer

Ausgewachsene Schimpansen (Archivbild) werden durchaus zwischen 70 und 80 Kilo schwer

In Spanien hat die Tötung eines ausgebrochenen Schimpansen-Weibchens durch Polizisten für Aufsehen gesorgt. Schimpansin Eva habe erschossen werden müssen, da sie sonst ein Mitglied der Suchmannschaft hätte angreifen können, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Das Tier war am Dienstag von der Guardia Civil erschossen worden, nachdem es zusammen mit dem Artgenossen Adam aus einem Käfig im Safari-Zoo von Sa Coma auf Mallorca ausgebüchst war.

Bei den beiden bereits am Montag ausgebrochenen Menschenaffen handelte es sich demnach um große Tiere von 70 beziehungsweise 80 Kilogramm Körpergewicht. Bei einem Primaten dieser Größe dauere es etwa fünf Minuten, bis ein Betäubungspfeil wirke, sagte der Polizeisprecher. Daher hätte Eva selbst nach einem Treffer ausreichend Zeit für eine "Attacke" gehabt.

Artgenosse "Adam" weiter auf der Flucht

Die Suche nach Adam ging am Dienstag weiter. Entkommen waren die Tiere offenbar, indem sie die Stäbe ihres Käfigs einfach zur Seite bogen.

Die spanische Abteilung der Tierschutzorganisation "Great Ape Project" forderte nach Evas Tötung die umgehende Schließung des Zoos im Osten der Insel. Die Menschenaffen seien dort "unverantwortlicher Behandlung" ausgesetzt. Zudem habe das Tier letztlich wegen eines fehlenden Sicherheitskonzepts des Zoos sterben müssen.

kng/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel