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Somalia: Bundeswehr wehrt Piraten ab

Ein deutsches Kriegsschiff hat im Golf von Aden einen Piratenangriff abgewehrt. Die Piraten hatten vor der Küste Somalias das Feuer auf ein Handelsschiff eröffnet und konnten erst im letzten Moment am Entern gehindert werden.

Nach Angaben der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMB) vor der Küste Somalias hat ein deutsches Kriegsschiff einen Piratenangriff auf einen ägyptischen Frachter abgewehrt. Das Handelsschiff mit 31 Mann Besatzung sei im Golf von Aden auf der Fahrt vom ägyptischen Hafen Suez nach Asien gewesen, als Seeräuber es unter Beschuss genommen hätten, erklärte Noel Choong, der Chef des IMB-Büros in Kuala Lumpur, das Notrufe von bedrängten Schiffen aufnimmt und weiterleitet. Das Bundesverteidigungsministerium in Berlin bestätigte den Vorfall. Einheiten nannte es zunächst nicht.

"Die Piraten feuerten wahllos auf das Schiff. Dabei wurde ein Crewmitglied am Bein verletzt", sagte Choong. Bevor die Seeräuber das Schiff kapern konnten, sei ihm das deutsche Kriegsschiff mit einem Kampfhubschrauber zu Hilfe geeilt und habe die Piraten verjagt. Später brachte der Hubschrauber das verletzte Crewmitglied zur medizinischen Behandlung an Bord des Kriegsschiffs. Zur Ladung des Frachters wollte Choong nichts sagen.

Nach IMB-Angaben hat es seit Beginn dieses Jahres vor der Küste Somalias rund 110 Piratenangriffe gegeben. Insgesamt 42 Schiffe seien gekapert worden, viele davon im Golf von Aden, der als eine der gefährlichsten Wasserstraßen der Welt gilt. 14 der gekaperten Schiffe mit mehr als 240 Mann Besatzung seien weiterhin in der Gewalt der Seeräuber, die üblicherweise Lösegeld verlangen.

dpa