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Ex-Schwager von Jennifer Hudson: William Balfour muss lebenslang hinter Gitter

Weil er drei Familienmitglieder von Oscar-Preisträgerin Jennifer Hudson ermordete, wurde William Balfour bereits im Mai schuldig gesprochen. Nun lieferten die Richter das Strafmaß nach.

jwi/DPA/AFP

Der Ex-Schwager von Jennifer Hudson muss wegen der Ermordung von drei Familienmitgliedern der Oscar-Preisträgerin den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen. Ein Gericht im US-Bundesstaat Illinois verurteilte William Balfour am Dienstag zu drei Mal lebenslänglich ohne Chance auf Bewährung. Balfour war im Mai schuldig gesprochen worden, die Mutter, den Bruder und den Neffen der Sängerin und Schauspielerin ermordet zu haben. Balfour war bereits im Mai schuldig gesprochen worden, vor rund vier Jahren Mutter, Bruder und den siebenjährigen Neffen der Schauspielerin ermordet zu haben.

Zusätzlich zu dem Strafmaß für den Dreifachmord verhängte Richter Charles Burns gegen Hudsons Ex-Schwager eine Haftstrafe von 120 Jahren wegen Entführung, Einbruchs und Besitzes eines gestohlenen Fahrzeugs. "Ihre Seele ist so öde wie ein dunkler Raum", sagte Burns dem Angeklagten. "Ihr Herz ist so kalt wie eine arktische Nacht." Balfour hatte in dem Prozess auf nicht schuldig plädiert und keinerlei Gefühlsregung gezeigt. Sein Antrag auf Berufung wurde abgelehnt.

Balfour hatte laut Anklage im Oktober 2008 Hudsons 57-jährige Mutter Darnell Donerson, ihren 29-jährigen Bruder Jason und ihren Neffen Julian getötet. Auslöser war demnach ein Streit mit Hudsons Schwester Julia, von der er damals bereits seit längerem getrennt lebte. Hudsons Mutter und ihr Bruder wurden in ihrem Elternhaus im Süden Chicagos tot aufgefunden. Nach Julian wurde tagelang fieberhaft gefahndet. Seine Leiche wurde letztlich in einem abgestellten Auto entdeckt.

Balfour beteuert Liebe zu von ihm getöteten Stiefsohn

Die Verkündung des Strafmaßes gegen ihren Ex-Schwager verfolgte Jennifer Hudson im Gerichtssaal gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten David Otunga, ihrer Schwester Julia und anderen Verwandten. Balfour sprach der Familie in einer kurzen Erklärung sein Beileid aus und beteuerte erneut seine Unschuld. "Meine innigsten Gebete gelten Julian King", sagte er über seinen siebenjährigen Stiefsohn. "Ich habe ihn geliebt und ich liebe ihn immer noch."

Hudson schüttelte nach Balfours Erklärung angewidert den Kopf, eine andere Verwandte verließ schluchzend den Saal. Richter Burns bezeichnete die Liebeserklärung an seinen getöteten Sohn als "Beleidigung an uns alle". "Ich glaube nicht, dass Sie auch nur einen Anflug von Reue in ihrer Seele haben."

Im Namen der Familie äußerte sich nur der Vater von Julian, Gregory King. Der Tod seines Sohnes habe sich angefühlt, als sei "ein Teil meines Herzens herausgerissen worden", sagte er. "Ich werde William Balfours sinnlose, entsetzliche Taten nie verstehen."

Jennifer Hudson war 2004 durch die Casting-Show "American Idol" bekannt geworden und machte danach eine steile Karriere als Sängerin und Schauspielerin. Für ihre Rolle in "Dreamgirls" an der Seite von US-Popdiva Beyoncé Knowles und Hollywood-Star Jamie Foxx gewann sie 2007 den Golden Globe und den Oscar als beste Nebendarstellerin, außerdem wurde sie mit dem Musikpreis Grammy ausgezeichnet.

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.