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Sexting-Masche Immer mehr Männer tappen in diese Cybersex-Falle - Polizei warnt mit Gedicht

Polizei warnt: Immer mehr Männer tappen in diese Cybersex-Falle
"Es war einmal ein Weib / das zeigte seinen Unterleib / bei Skype." Die Aachener Polizei warnt in Gedichtform vor der Cybersex-Falle (Symbolbild)
© iStock/Getty Images
Ein Chat, ein Flirt - es scheint ganz harmlos. Doch in letzter Zeit häufen sich die Meldungen von Männern, die nach dem Cybersex von Frauen erpresst werden. Die Aachener Polizei warnt.

Die Masche ist immer die gleiche: Männer zwischen 18 und 45 werden von einer unbekannten Frau angeschrieben. Eine unverfängliche Unterhaltung entsteht. Irgendwann schlägt die Fremde vor, sich doch über Skype weiter zu unterhalten. Mit Kamera. Nach Angaben der Aachener Polizei sitzt die schöne Fremde zu diesem Zeitpunkt häufig schon halbnackt vor der Webcam. Die Situation ist entspannt, alles scheint ganz privat zu sein und der Schritt, an sich selbst herumzuspielen, ist nicht groß. Die schöne Fremde animiert weiter und filmt unbemerkt mit.

Sexting-Masche: Im Raum Aachen häufen sich die Fälle

Ein paar Wochen später dann die Ernüchterung: Die Männer sollen zahlen. Dabei geht es oftmals um mehrere tausend Euro, die die Erpresser von ihren Opfern haben wollen. Tun sie das nicht, gelangen die Aufnahmen auf Pornoseiten. Zusammen mit ihrem Facebook-Profil.

Seit ein paar Jahren werden Männer mit dieser Sexting-Masche erpresst. Doch nun häufen sich die Fälle in der Region Aachen. Fast wöchentlich melden sich Opfer bei der Aachener Polizei, die nach Sex-Chats erpresst werden. Und die Beamten gehen von einer weit höheren Dunkelziffer aus. Denn die Scham der Opfer ist groß.

Polizei warnt mit Gedicht vor Cybersex-Masche

Die Aachener Polizei warnt: Wer sich auf Cybersex einlässt, sollte immer im Hinterkopf behalten, dass der gegenüber alles aufzeichnen kann. Und selbst wer zahlt, hat keine Garantie, dass die Aufnahmen nicht doch irgendwo im Internet veröffentlicht oder weitere Zahlungen gefordert werden.

Um besonders junge Männer zu erreichen, warnt die Aachener Polizei auch bei Facebook – und wird dort richtig kreativ. In Gedichtform rät sie allen Männern, ihren Verstand einzuschalten und keine Nacktbilder an Fremde zu verschicken oder sich selbst zu filmen. "Es war einmal ein Weib, das zeigte seinen Unterleib - bei Skype", startet das Gedicht. "Kriminell und voll bedacht, hat die Dame Fotos gemacht. Vom Unterleib des Herrn, der sieht das gar nicht gern. Soll dies nun aus der Welt, muss er zahlen Geld", heißt es weiter.  

Wer bereits in eine solche "Sexting"-Falle getappt ist und vielleicht sogar schon gezahlt hat, kann sich bei der Kriminalpolizei unter 0241/957731501 melden.

tyr

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