„Aktenzeichen XY“
Sexual-Mord an Berliner Kellnerin seit 40 Jahren ungeklärt

In der Sendung „Aktenzeichen XY“ wird der Mord an Renate Pollaczek im Jahr 1986 vorgestellt (nachgestellte Szene).
Die  Vergewaltigung und Ermordung von Renate Pollaczek im Jahr 1986 ist am Mittwoch Thema in der Sendung „Aktenzeichen XY“ (nachgestellte Szene)
© Saskia Pavek / ZDF
Im April 1986 wird eine Kellnerin in einer Berliner Kneipe vergewaltigt und ermordet. 40 Jahre später erhoffen sich die Ermittler durch einen TV-Aufruf neue Hinweise.

Renate Pollaczek trat am Abend des 10. April 1986 ihre Nachtschicht an. Sie war Tresenkraft in der „Schultheiß-Baude“ in der Galvanistraße in Berlin-Charlottenburg, die rund um die Uhr geöffnet hatte. Ein Stammgast war der Letzte, der die 44-Jährige noch lebend sah. Als sie nicht wie üblich am nächsten Morgen den Inhaber der Kneipe anrief, eilte dieser in die Bar und machte dort eine grausige Entdeckung: Renate Pollazek lag tot auf dem Boden in der Küchennische, um ihren Hals war ein Geschirrtuch gewickelt. Wie die Ermittler später herausfanden, wurde sie vor ihrer Ermordung vergewaltigt. Danach machte sich der Täter mit den Tageseinnahmen – rund 150 D-Mark – aus dem Staub.

Die Tat geschah vermutlich zwischen 5.15 Uhr und 6.15 Uhr. Als besagter Stammgast von der Polizei zum Fall verhört wurde, erklärte dieser, er habe die Kneipe um kurz nach fünf Uhr am 11. April verlassen. Vor der Tür sei er noch auf einen unbekannten, muskulösen Mann getroffen. Der Fremde sei zwischen 20 und 25 Jahre alt und etwa 1,75 Meter groß gewesen. Die Identität des Mannes und was er mit dem Tod der 44-jährigen Kellnerin zu tun hat, ist jedoch bis heute ungeklärt.

Fall Renate Pollaczek Thema bei „Aktenzeichen XY … ungelöst“

Am Tatort fand die Polizei damals unzählige Spuren, darunter Zigarettenstummel und eine Schachtel der Marke Camel. Zudem wurde Sperma bei der Obduktion der Leiche sichergestellt. Nach der Tat wurden sechs Verdächtige festgenommen, die die Polizei jedoch schnell wieder laufen lassen musste. Nach einem Fahndungsaufruf und einer ausgesetzten Belohnung von 10.000 D-Mark gingen 86 Hinweise bei der Polizei ein – doch von dem Täter fehlt bislang jede Spur.

Inzwischen wurden laut Staatsanwaltschaft mittels einer DNA-Reihenuntersuchung mehrere Männer überprüft, jedoch ohne Erfolg. Durch einen Aufruf in der ZDF-Sendung  „Aktenzeichen XY“ am Mittwoch (20.15 Uhr) erhoffen sich die Ermittler neue Hinweise.

Quellen: Berliner Kurier, ZDF

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