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Prozess für vier Wochen unterbrochen: Pistorius muss als Tagespatient in die Psychatrie

Der Mordprozess gegen Oscar Pistorius wird bis zum 30. Juni unterbrochen. In dieser Zeit soll geklärt werden, ob er an einer Angststörung leidet. Ein stationärer Aufenthalt bleibt ihm erspart.

Der des Mordes angeklagte Paralympics-Star Oscar Pistorius wird vier Wochen als Tagespatient auf seine psychische Verfassung hin untersucht. Er werde ab 26. Mai jeden Tag morgens im Weskoppies Psychiatric Hospital in Pretoria erscheinen müssen, könne aber am späten Nachmittag nach Hause gehen, sagte Richterin Thokozile Masipa am Dienstag in Pretoria. Die Beobachtung in der psychiatrischen Einrichtung soll nach den Worten der Richterin Aufschluss über die Schuldfähigkeit des Angeklagten geben.

Die Psychiaterin Merryl Vorster hatte vergangene Woche als Zeugin der Verteidigung Pistorius eine intensive Angststörung bescheinigt. Die Anklage um Staatsanwalt Gerrie Nel stellte daraufhin einen Antrag auf eine intensive psychatrische Untersuchung des 27-jährigen Angeklagten.

Der gehbehinderte Profisportler wird beschuldigt, am 14. Februar 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp ermordet zu haben. Pistorius beteuert, er habe durch eine geschlossene Tür geschossen, weil er dahinter einen Einbrecher vermutete. Die Staatsanwaltschaft geht hingegen davon aus, dass er das Model nach einem Streit tötete.

ono/DPA/AFP / DPA