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Grausames Verbrechen an Talsperre: Sie binden eine Schlinge um seinen Oberkörper und machen sie am Auto fest. Dann geben sie Vollgas

An einer Talsperre in Nordrhein-Westfalen haben zwei Männer einen dritten fast zu Tode gequält. Nur durch Zufall wurde ihr Opfer gefunden und konnte gerettet werden. Beide sitzen in U-Haft und schweigen zu den Vorwürfen.

Das Seil machten die Tatverdächtigen an der Anhängerkupüplung und am Oberkörper des Mannes fest

Das Seil machten die Tatverdächtigen an der Anhängerkupüplung und am Oberkörper des Mannes fest

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Es ist ein besonders grausiges Verbrechen, das sich Anfang des Monats an einer Talsperre im nordrhein-westfälischen Schleiden zugetragen haben soll. Seit einigen Tagen sitzen zwei Tatverdächtige deswegen in Untersuchungshaft. Ihnen wird versuchter Totschlag, Freiheitsberaubung und Körperverletzung vorgeworfen. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Aachen dem stern. Zuvor hatte der WDR über den Fall berichtet.

Den Behörden zufolge soll sich Folgendes passiert sein: In der Nacht vom 5. auf den 6. April holen zwei Männer, 35 und 36 Jahre alt, einen Bekannten mit dem Auto bei ihm Zuhause ab. Der 39-Jährige kennt die beiden, er steigt freiwillig ein. Sie fahren mit ihm zur Urfttalsperre, dann attackieren sie ihn plötzlich, schlagen auf ihn ein und zerren ihn aus dem Auto. Die beiden Männer binden ihrem Opfer eine Schlinge um den Oberkörper, machen diese an der Anhängerkupplung ihres Transporters fest und geben Vollgas. Rund 500 Meter schleifen sie den Mann über den Asphalt.

Ihrem lebensgefährlich verletzten Opfer nehmen sie Bargeld und Handy weg und lassen es mitten in der Nacht, mitten im Nirgendwo zum Sterben zurück. Die Talsperre liegt im Nationalpark Eifel, umgeben von viel Grün. Nur durch Zufall wird der Mann am nächsten Tag gefunden und in ein Krankenhaus gebracht. Er überlebt die Tortur.

Urfttalsperre: 39-Jähriger mit lebensgefährlicher Lungenverletzung

Nach einigen Tagen im Krankenhaus kann der 39-Jährige aussagen, beschuldigt die beiden Männer. Am 12. April nimmt die Polizei sie fest, ein Richter erlässt Haftbefehl. Sie schweigen zu den Vorwürfen. Die Angaben zum Tathergang fußen auf der Aussage des Mannes. Seine schweren Verletzungen bestätigen seine Version. Er erlitt mehrere Rippenbrüche, Unterblutungen im Gesicht, zahlreiche Schürfwunden und einen Spannungspneumothorax. Letzteres ist eine lebensgefährliche Lungenverletzung.

Die Hintergründe des Falles wirken rätselhaft. Die beiden Tatverdächtigen sind laut Staatsanwaltschaft nicht polizeibekannt. Zudem ist noch unklar, in welchem Verhältnis die drei Deutschen zueinander stehen. Es hieß lediglich, dem Opfer seien seine Peiniger bekannt gewesen. Wie genau, das werde noch ermittelt. Genauso wie das Motiv für die grausige Attacke. 

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fin