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Thomas Beatie: Erst Frau, dann Mann, bald Mutter

Das Bild des verträumt dreinblickenden Bärtigen, der über seinen Babybauch streichelt, ging um die Welt. Nun steht der Entbindungstermin bevor - und Thomas Beatie freut sich auf ein ganz normales Leben.

Von Christian Weiß

Unverständnis war noch die mildeste Reaktion auf seine Schwangerschaft. Die meisten Mediziner wollten Thomas Beatie gar nicht erst nicht behandeln, die Familie wurde ignoriert, geschnitten, beschimpft. Selbst Freunde wandten sich von Thomas und Nancy Beaties ab. Und Nancys Familie wußte bis vor Kurzem nichts von ihrem "Schwiegersohn", der mal eine Frau war und nun ein Kind bekommt. Am 3. Juli um genau zu sein, per Kaiserschnitt.

Sein Name ist lange nicht so bekannt, wie das Foto, das von ihm um die Welt ging: Darauf ist zu sehen, wie ein Mann mit Dreitagebart und Achselhaaren versonnen seinen Babybauch streichelt, dabei seinen rechten Arm hinter den Kopf verschränkt. Dass Thomas Beatie schwanger werden konnte, ist kein medizinisches Wunder. Es liegt schlicht daran, dass er transsexuell ist. Vor zehn Jahren, damals noch als Tracy, entschied er/sie sich dazu, die Brust um operieren zu lassen. Aus einer Tracy sollte ein Thomas werden. Testosteron wurde gespritzt, allerdings behielt er seine weiblichen Geschlechtsorgane - wie die Gebärmutter.

Problematischer Kinderwunsch

Nach erfolgreicher, äußerlicher Geschlechtsumwandlung, heiratete Thomas Nancy, was in den USA zwar umstritten, aber nicht verboten ist. Irgendwann überkam das Paar der "rein menschliche Wunsch" nach einem Baby, wie er in einem Interview sagte. Das Problem: Nach einer schweren Operation konnte Nancy keine Kinder mehr bekommen. Deswegen übernahm er eben den Job der Schwangerschaft.

Vor rund zwei Jahren stoppte Thomas Beatie die Testosteron-Spritzerei, die ihn zunehmend männlicher machen sollte und ließ sich zum ersten Mal mit Samenzellen künstlich befruchten. Erfolgreich zunächst, doch Thomas erwartete Drillinge, und starb beinahe an den Begleitumständen seiner ersten Schwangerschaft. Doch das Paar ließ sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Obwohl viele Mediziner Zweifel äußerten.

Natürlich blieb die Schwangerschaft nicht lange privat und der öffentliche Aufruhr war gelinde gesagt groß. Schon früh glich die Berichterstattung über den schwangeren Mann einer Art Hinrichtung. Glaubten die Leute zunächst an eine Inszenierung, an einen schlechten Witz, wurden sie in der "Ophrah Winfrey Show" eines besseren belehrt. In der poplären US-Sendung führten die Beaties die Ultraschallbilder und den Babybauch der Nation vor. Sofort standen die Moralwächter des Landes parat und geiferten, was hier passiere, sei Widernatürlich, ein haarsträubender Ausläufer der sogenannten Emanzipation, der sexuellen Selbstfindung.

Eine Tochter um jeden Preis

Auch Fachleute meldeten sich zu Wort. Wie Michael Bartalos, Genetiker und Internist aus New York, der viele transsexuelle Patienten hat: "Medizinisch gesehen sind Frauen geboren mit allen ihren Eizellen, eben auch denen, die später einmal befruchtet werden. Wenn diese Eizellen jahrelang Medikamenten oder Hormonen ausgesetzt sind, kann das negative Folgen haben", sagte er warnend. Und auch wenn das Baby gesund zur Welt komme, glaubt er, sei ein erhöhtes Krebsrisiko im Erwachsenalter gegeben.

Andere Wissenschaftler, Ärzte und so manche Journalisten witterten noch viel weitreichendere Gefahren: Die gesamte Gesellschaft werde sich verändern, wenn diese Einmaligkeit zur Regel werden sollte. Und selbst die Transsexuellen-Szene, von der sich Paar vielleicht hätte Rückendeckung erhoffen können, befürchtete mögliche soziale und psychische Folgen für das Baby. Ein Kind mit einem transsexuellen Vater könne lebenslangen Hänseleien und Spott ausgesetzt sein, hieß es.

Vater-Sein und Mutter-Werden

Und die Beaties selbst? Sie geben sich trotzig, selbstbewusst, kämpferisch: "Ich werde der Vater meiner Tochter sein, Nancy die Mutter. Eine normale Familie", sagte Thomas Beatie in einem Interview mit der Schwulen- und Lesbenmagazins "The Advocate". Niemand könne sich in ihre Situation hineinversetzen, so Beatie, und die Schwierigkeiten, die er und seine Frau durchstehen mußten.

Nun wird das Kind, ein Mädchen, per Kaiserschnitt zur Welt kommen. Er und seine Frau seien voller Vorfreude ob der Geburt, nicht zuletzt, weil seine Schwangerschaft diesmal komplikationlos verlief. Sie wollen versuchen, eine Familie zu bleiben. Und ein normales Leben zu führen. Mit einer kleinen Tochter, deren Papa mal eine Frau war.

Themen in diesem Artikel
18jähriger Kater und Welpe geht das?
Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich eigentlich nicht So gut auf Hunde zu sprechen also wenn ein Hund an seinem Garten vorbeigeht springt er schon hinterm Zaun ein bisschen hoch und fängt an zu fauchen. Denkt ihr nicht das Man wird vorsichtiger Eingewöhnung es schaffen könnte dass die beiden sich verstehen? LG und danke im Voraus