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Staatsanwalt zu Tod von NSU-Zeugin: "Wir sind uns der Brisanz des Falles bewusst"

Obwohl alles auf eine Lungenembolie hindeutet, nimmt die Staatsanwalt den Tod einer jungen Zeugin im NSU-Untersuchungsausschuss sehr ernst. Eine Obduktion soll alle Zweifel ausräumen.

Eine der wichtigsten Fragen im NSU-Untersuchungsausschuss ist, wer für den Tod der Polizistin Michèle Kiesewetter verantwortlich ist

Eine der wichtigsten Fragen im NSU-Untersuchungsausschuss ist, wer für den Tod der Polizistin Michèle Kiesewetter verantwortlich ist

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat nach der Obduktion einer überraschend gestorbenen Zeugin aus dem Stuttgarter NSU-Untersuchungsausschuss weitere Analysen angeordnet. Zwar hatten die Behörden am Montag mitgeteilt, die Frau sei nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis an einer Lungenembolie gestorben. Dennoch wird nun noch untersucht, ob die Frau womöglich vergiftet wurde.

"Wir sind uns der Brisanz des Falles bewusst", sagte Staatsanwalt Tobias Wagner der Nachrichtenagentur DPA am Montag in Stuttgart. Damit spielte er auf den mysteriösen des ehemaligen Neonazis Florian H. im Herbst 2013 an, mit dem die junge Frau aus Kraichtal (Kreis Karlsruhe) kurzzeitig liiert war. Sie war vor Kurzem vom Untersuchungsausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung vernommen worden, weil sie sich bedroht gefühlt hatte.

ono/DPA / DPA