Eine Gruppe ist besonders betroffen
Tripper und Syphilis: Geschlechtskrankheiten breiten sich in Europa aus

Unbehandelte Geschlechtskrankheiten wie Syphilis können die Gesundheit stark beeinträchtigen.
Unbehandelte Geschlechtskrankheiten wie Syphilis können die Gesundheit stark beeinträchtigen.
© iStock/Kitsawet Saethao

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Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten ist wegen stark steigenden Zahlen von bakteriellen, sexuell übertragbaren Infektionen alarmiert. Unter anderem bei Syphilis und Tripper erreichten die Fallzahlen ein Rekordniveau. Eine Gruppe infiziert sich besonders häufig.

Fälle von Geschlechtskrankheiten wie Syphilis oder Gonorrhoe – auch als Tripper bekannt – haben in den letzten zehn Jahren in Europa stark zugenommen, wie die Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in einer Mitteilung berichtet.

Demnach wurden 2024 in Europa 45.577 Syphilis-Infektionen gemeldet, mehr als doppelt so viele wie noch 2015. Für 2024 registrierte die Behörde 106.331 Tripper-Fälle – ein Anstieg von 303 Prozent gegenüber 2015. Unter den bakteriellen sexuell übertragbaren Krankheiten sind jedoch Chlamydien-Infektionen mit 213.443 gemeldeten Infektionen am häufigsten in Europa.

Besonders eine Gruppe ist von dem Anstieg der Geschlechtskrankheiten betroffen.

Homosexuelle Männer am stärksten betroffen

Bei homosexuellen Männern stiegen die Infektionen mit Syphilis oder Tripper in den vergangenen Jahren besonders stark. Unter heterosexuellen Personen steigen die Fallzahlen besonders bei Frauen im gebärfähigen Alter. Wie sehr Geschlechtskrankheiten zunehmen, zeigt auch der drastische Anstieg von Fällen von angeborener Syphilis, bei der das ungeborene Kind im Mutterleib mit der Krankheit infiziert wird. Innerhalb nur eines Jahres haben sich die Fallzahlen von 78 gemeldeten Fällen 2023 auf 140 registrierte Fälle im Jahr 2024 fast verdoppelt. Wer mit einer angeborenen Syphilis auf die Welt kommt, leidet in der Regel ein Leben lang unter Komplikationen.

So können Sie sich vor Geschlechtskrankheiten schützen

Unbehandelt können bakterielle, sexuell übertragbare Geschlechtskrankheiten laut ECDC zu schweren Komplikationen wie chronischen Schmerzen und Unfruchtbarkeit führen, Syphilis kann ein Risiko für das Herz und das Nervensystem darstellen.

Einen hundertprozentigen Schutz gibt es zwar nicht, aber Sie können das Risiko einer Infektion mit Syphilis oder Tripper reduzieren. Idealerweise schützen Sie sich bei intimem Kontakt mit Kondomen oder Femidomen. Zudem sollten Sie sich bei häufig wechselnden Partnerinnen oder Partnern regelmäßig testen lassen, denn eine Vielzahl von Symptomen verläuft zunächst unbemerkt.

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