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Mahnwache für Tuğçe: "Ich kenne sie gar nicht, aber ich bin stolz auf sie"

Tuğçe ist tot. Bevor das Beatmungsgerät abgeschaltet wird, hielten vor dem Sana-Klinikum in Offenbach rund 1500 Menschen eine Mahnwache für die junge Frau, die am Freitag 23 Jahre alt geworden wäre.

Rund 1500 Menschen erinnern vor dem Klinikum in Offenbach an Tuğçe

Rund 1500 Menschen erinnern vor dem Klinikum in Offenbach an Tuğçe

Die Klänge des Klavierstücks "River flows in you" bringen die rund 1500 Besucher vor der Sana-Klinik in Offenbach, in der Tuğçe starb, zum weinen. Es war Tugces Lieblingsmelodie. Sie spielte sie selbst auf dem Klavier, bei ihrer Schulabschluss-Feier. Am Mittag war ein Flügel vor die Klinik geschoben worden, darauf konnten die Besucher der Mahnwache für die junge Frau ihr Stück spielen.

Rund 1500 Menschen waren zur Mahnwache vor die Klinik gekommen, denn an diesem Freitag wäre die junge Frau, die wegen ihrer Zivilcourage ihr Leben verlor, 23 Jahre alt geworden. Aus ganz Deutschland reisten Bewunderer der Studentin an.

"Ich kenne sie gar nicht, aber ich bin stolz auf sie", sagen mehrere der befragten Besucher in die Kamera des Hessischen Rundfunks (HR), der live von der Mahnwache berichtete.

Tuğçe spendet ihre Organe

Dank einer Sondergenehmigung der Klinik durfte auch Tuğçes Hund zu ihr ins Krankenzimmer und ans Bett seines toten Frauchens.

Draußen, unter dem Fenster der Studentin brachten ihre Besucher unzählige Kerzen, Briefe und Botschaften, hielten weiße Luftballons in die Luft. Auf den Zetteln, die daran hingen, stand ihr Name und ihr Geburtsdatum - und statt ihres Todesdatums war ein Unendlich-Symbol auf die Zettel gedruckt.

Zwei junge Frauen, Sarah und Nicole, sind angereist, um Tuğçe zu danken: "Sie ist dazwischen gegangen. Sie hat ein Zeichen gesetzt." Arash fragt sich: "Wo sind die Personen, für die sie sich eingesetzt hat, heute?" Er spielt darauf an, dass sich die beiden Mädchen, denen Tuğçe zu Hilfe kam, bislang nicht gemeldet haben.

Die Familie verkündete, dass noch am Freitagabend die Beatmungsmaschine abgestellt werde. Da Tuğçe sich vor zwei Jahren für eine Organspende entschieden hatte, dürfen ihre Organe anschließend entnommen werden.

Bouffier will Bundesverdienstkreuz für Tuğçe

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier kündigte dem HR gegenüber an, Tuğçe dem Bundespräsidenten für das Bundesverdienstkreuz vorzuschlagen.

Der Fall der Lehramtsstudentin aus Gelnhausen sorgt seit zwei Wochen für bundesweite Anteilnahme. Tuğçe war niedergeschlagen worden und gefährlich gestürzt, nachdem sie eine Gruppe Männer unterbrochen hatte, die zwei Mädchen belästigt hatten. Da die beiden jungen Frauen sich bislang nicht bei der Polizei gemeldet haben, konnten Polizei und Staatsanwaltschaft den genauen Tathergang bislang nicht ermitteln. Die Tat hatte sich vor einer Mc Donald's-Filiale in Offenbach ereignet. Der mutmaßliche Täter, ein 18-Jähriger, sitzt in Untersuchungshaft.

Die beiden Frauen, die vor Tuğçes Einsatz bedrängt worden sind, sollen sich bitte dringend unter der Nummer 069-80981234 melden.

jen mit DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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