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"Liebe Amerikaner" Wahl-Empfehlung im Namen der Deutschen teilt sich tausendfach im Netz

"Dear Americans": Mit einem eindringlichen Appell richtet sich ein Twitter-User an die US-amerikanischen Wähler
"Dear Americans": Mit einem eindringlichen Appell richtet sich ein Twitter-User an die US-amerikanischen Wähler
© Screenshot Twitter/Johan Franklin
"Macht schon, wählt den Typen mit der lauten Stimme, der Minderheiten hasst": In einem an die US-amerikanischen Wähler adressierten Post wird Trump indirekt mit Hitler verglichen. Der Text entwickelt sich innerhalb kürzester Zeit zum viralen Hit.

Es sind nur wenige Zeilen, die Johan Franklin am vergangenen Freitag auf Twitter gepostet hat – doch sie sorgen für eine enorme Resonanz im Netz. 

"Liebe Bürger von Amerika", beginnt er seinen Post, mit dem er sich an alle US-amerikanischen Wähler richtet.

"Macht schon, wählt den Typen mit der lauten Stimme, der Minderheiten hasst, der seinen Gegnern damit droht, sie einzusperren, dem die Grundwerte der Demokratie scheißegal sind und der vorgibt, nur er selbst könne alles wieder in Ordnung bringen. Was kann schon schief gehen?

Viel Glück. Die Deutschen."

Unter diese Worte setzt Franklin den Hashtag #beentheredonethat, was frei übersetzt so viel bedeutet wie "Das kennen wir bereits".

Franklin, der nach eigenen Angaben deutsche Wurzeln besitzt und aktuell in San Diego, Kalifornien, lebt, vergleicht Trump damit indirekt mit Adolf Hitler. Tatsächlich ist der Vergleich zwischen Trump und Hitler nicht gerade neu: So hat etwa bereits der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto den US-Präsidentschaftkandidaten mit dem Diktator in einem Atemzug genannt, ebenso wie die US-amerikanische Sängerin Cher. Doch nur wenige Tage vor der Wahl des neuen US-Präsidenten scheint Franklin damit einen Nerv getroffen zu haben: Sein Post verbreitete sich rasend schnell im Netz und wurde allein auf Facebook Zehntausende Male geteilt.

"Ich hatte gehofft, ein wenig Aufmerksamkeit zu bekommen"

Johan Franklin selbst scheint von der enormen Resonanz, die sein Post hervorgerufen hat, überrascht zu sein: "Ich hatte gehofft, ein wenig Aufmerksamkeit zu bekommen", schrieb er vor wenigen Stunden auf Twitter. "Nun, ja. Das habe ich. Sogar mehr, als ich erwartet habe."

US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton liegt aktuell mit fünf Punkten Vorsprung vor ihrem Konkurrenten Trump. Noch in der vergangenen Woche lagen beide Umfragen zufolge gleichauf – mit jeweils 46 Prozent der Wählerstimmen.

ikr

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