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Untergang der "Cheonan": Taucher stirbt bei Rettungsversuch

Bei dem Versuch Seeleute aus einem gesunkenen Kriegsschiff zu holen, ist am Dienstag ein Taucher der südkoreanischen Marine gestorben.

Bei der Bergungsaktion nach der Havarie eines südkoreanischen Kriegsschiffes ist am Dienstag ein Taucher ums Leben gekommen. Der 53-jährige Taucher geriet in Artemnot und verlor in 24 Metern Tiefe das Bewusstsein, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit.

Die "Cheonan" mit 104 Besatzungsmitgliedern an Bord war am vergangenen Freitag im Gelben Meer nahe der umstrittenen Seegrenze zu Nordkorea gesunken. Vermutlich war es auf eine nordkoreanische Seemine aus dem Koreakrieg (1950-1953) gelaufen. 58 Seeleute konnten lebend gerettet werden.

Die restlichen Besatzungsmitglieder befinden sich nach Vermutungen der südkoreanischen Marine noch im hinteren Teil des Schiffswracks. Die Hoffnungen, Überlebende zu finden, sind inzwischen gering. Nach Berechnungen der Marine könnten die Seeleute höchstens 69 Stunden unter Wasser überleben.

Die Rettungsmannschaften wollten dennoch weiter versuchen, ein Loch ins Heck des Schiffes zu bohren, um sich den Eingeschlossenen zu nähern.

Der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak rief die Streitkräfte seines Landes zur Alarmbereitschaft auf. Die Truppen müssten sich auf mögliche Aktionen Nordkoreas vorbereiten, sagte der Präsident nach Angaben eines Sprechers am Dienstag im Kabinett.

APN, DPA / DPA