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Süddeutschland Schwere Unwetter lassen Häuser und Mauern einstürzen


Sturmböen, Hagelschauer, Blitze: Schwere Unwetter haben in Süddeutschland am Mittwochabend eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Im Landkreis Aibach-Friedberg tobte der Sturm besonders heftig.

Bei schweren Unwettern über Deutschland sind am Mittwochabend mehrere Menschen verletzt worden. Zudem entstanden Schäden in Millionenhöhe. Wie die Polizei am Donnerstag berichtete, deckte der Sturm im Landkreis Aichach-Friedberg (Bayern) die Dächer von etwa 30 Häusern teilweise oder vollständig ab, darunter eine Realschule in Aichach. Bäume und Mauern stürzten um. Sieben Menschen erlitten leichte Verletzungen, der Schaden geht in die Millionen.

Ein Polizeisprecher sagte, ein kleiner Tornado sei über den Landkreis hinweggefegt, der Deutsche Wetterdienst konnte das zunächst nicht bestätigen.

Tornados können alles in die Höhe reißen

Tornados sind Wirbelstürme, die bei großen Temperaturunterschieden über dem Festland entstehen. Konstellationen dafür sind große Wolken, Gewitter und unterschiedliche Windrichtungen in verschiedenen Höhen. Unter der Wolke steigt Warmluft nach oben. In diesem Gefüge entsteht eine rotierende Bewegung in der eigentlichen Wolke, die nach unten herauswächst und dann wie ein Rüssel aussieht. Dieser kann einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer und Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert Kilometern pro Stunde erreichen. Der Unterdruck im Zentrum des Tornados erzeugt einen Sog, hebt Hausdächer an und reißt alles in die Höhe - von Sand bis Autos.

Zwei Schwerverletzte nach Blitzeinschlag

In Stettenhofen wurde ein Mehrfamilienhaus durch den Sturm so stark beschädigt, dass es einsturzgefährdet ist. Das Haus wurde geräumt; die etwa 50 Bewohner wurden in einem Pfarrheim und anschließend in einer Jugendherberge in Augsburg untergebracht.

In Freiburg (Baden-Württemberg) wurden zwei Menschen schwer verletzt, als neben ihnen ein Blitz einschlug. Zudem fielen golfballgroße Hagelkörner, die jedoch vergleichsweise geringen Schaden anrichteten, wie die Polizei sagte. Der starke Regen überschwemmte Straßen und Unterführungen. Das Feuer in einem Kirchturm bei Waldshut konnte von der Feuerwehr schnell gelöscht werden.

mod/DPA DPA

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