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Unwetter in Japan: Heftige Regenfälle: Mehr als eine Million Japaner müssen ihre Häuser verlassen

Wegen heftiger Regenfälle müssen mehr als eine Millionen Menschen auf der japanischen Insel Kyushu evakuiert werden – aus Angst vor Überflutungen und Erdrutschen. Sogar drei ganze Städte sollen geräumt werden.

Ein Auto versinkt in den Fluten der Regenfälle in Kagoshima, Japan

Ein Auto versinkt in den Fluten der Regenfälle in Kagoshima, Japan

DPA

Die japanische Südinsel Kyushu wird derzeit von heftigen, anhaltenden Regenfällen heimgesucht. Wegen der Gefahr von Erdrutschen und Überflutungen mussten mehr als eine Million Bewohner in zwei Präfekturen ihre Häuser verlassen. Dies berichtet unter anderem die "Japan Times". Die Zeitung "Asahi Shimbun" schreibt, dass die Wetterbehörde des Landes die Bewohner aufrief, "ihr Leben zu schützen".

Wie die Zeitung weiter berichtet, müssen sogar drei Städte in der Präfektur Kagoshima evakuiert werden, darunter die Stadt Kagoshima mit knapp 600.000 Einwohnern. Die Stände beim Niederschlag hätten zum Teil zwischen knapp 750 und über 1000 Millimeter gelegen. Am Mittwochnachmittag habe die Niederschlagsmenge in der Ortschaft Kanoya bei 81 Millimeter pro Stunde betragen.

In 24 Stunden so viel Regen, wie in einem Monat

Der Gouverneur der Präfektur Kagoshima hat laut Medienberichten beschlossen, die japanischen Selbstverteidigungskräfte in den betroffenen Regionen einzusetzen, um die Katastrophenhilfe zu unterstützen. Es bestehe ein sehr hohes Risiko für größere Katastrophen, berichtet die "Japan Times" weiter. Es werde befürchtet, dass in 24 Stunden so viel Regen fallen könnte, wie in einem ganzen Monat.

Auch Japans Premierminister Shinzo Abe rief die Bewohner der betroffenen Regionen dazu auf Maßnahmen zu ergreifen, "um ihr Leben zu schützen". Laut Berichten des japanischen Senders NHK könnte es in der Region noch bis Donnerstag regnen. Dann könnte das Niederschlagsgebiet auch in Richtung Osten ziehen.

Laut "Japan Times" sind bei ähnlich starken Regenfällen im Juli 2018 im Westen Japans mehr als 200 Menschen durch Erdrutsche und Überschwemmungen ums Leben gekommen, viele davon in den Präfekturen Hiroshima, Okayama und Ehime.

Quellen: "The Japan Times", "Asahi Shimbun", NHK

rw