UNWETTER Europa in Sorge

Die Menschen in Europa blickten angesichts neuer Unwetterwarnungen sorgenvoll zum Himmel: Meteorologen erwarten weitere zum Teil schwere Unwetter in weiten Teilen Europas.

Während in den Hochwassergebieten die Aufräumenarbeiten auf Hochtouren liefen, kamen mehrere Menschen bei Unwettern an der südrussischen Schwarzmeerküste und in Tschechien ums Leben. Zudem bedroht ein neuer Sturm die von Sturzfluten heimgesuchte südrussische Gegend. Herbstwetter mit heftigen Gewittern und Regenfällen brachen über die spanische Ferieninsel Mallorca herein. Meteorologen erwarteten weitere zum Teil schwere Unwetter in weiten Teilen Europas.

Mindestens 44 Menschen starben nach offiziellen Angaben in Südrussland, als die Fluten zahlreiche Häuser und eine ganze Feriensiedlung ins Meer spülten. In Tschechien bargen die Rettungskräfte am Samstag die Leichen von vier Flutopfern, zwei Menschen werden noch vermisst. Inzwischen entspannte sich hier die Hochwassersituation.

Tausende Helfer in Österreich rückten am Samstag aus, um Schlamm abzupumpen, losgerissene Öltanks zu befestigen und Häuser zu trocknen. Die Aufräumarbeiten werden voraussichtlich Wochen in Anspruch nehmen. Die Einwohner befürchteten neuen Regen, den die Meteorologen für Sonntag vorher gesagt haben.

Regelrechtes Herbstwetter an der Mittelmeerküste

In Deutschland droht von der Wetterfront ebenfalls weiteres Ungemach: Für die Dresdener Innenstadt besteht nach wie vor Hochwassergefahr. Allerdings steige das Wasser der Elbe nur langsam, teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt und Geologie am Samstag mit. Der Pegelstand hatte bis zum Nachmittag 5,02 Meter erreicht. Ab 5,10 Metern muss mit Überschwemmungen in der Innenstadt gerechnet werden.

Schlechte Bedingungen auch für Spanienurlauber: Die Baleareninsel Mallorca wurde am Samstag von heftigen Regenfällen und Tausenden von Blitzeinschlägen heimgesucht. Dabei gilt der 10. August (»San Lorenzo«) in Spanien normalerweise als der heißeste Tage des Jahres. Auf Mallorca standen am Morgen nach Wolkenbrüchen und Gewittern zahlreiche Straßen und Tiefgaragen unter Wasser.

Am stärksten waren die Kleinstädte Llucmajor und Felanitx betroffen. Auch in der Urlauberhochburg S'Arenal um die bekannte Strandbar »Ballermann« standen Straßen unter Wasser. Menschen kamen nach Angaben der Behörden nicht zu Schaden. An der Costa Brava und anderen Teilen der Mittelmeerküste herrschte mit Wind und Schauern regelrechtes Herbstwetter.

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