US-Pornoindustrie Amis sind zu depressiv für Sex


"Yes, we can", das gilt in den USA nicht mehr. Nach den Banken und den Autobauern bettelt die amerikanische Pornoindustrie um Milliarden Dollar aus dem Staatssäckel. Begründung: Die Menschen seien zu depressiv, um sexuell aktiv zu sein. Der Kongress müsse "den sexuellen Appetit Amerikas wieder auffrischen".

Bestürzung in der amerikanischen Pornoindustrie: Der alte Slogan "Sex sells" erweist sich zunehmend als falsch. Nach Finanzinstituten und den Autobauern fordert angesichts der Wirtschaftskrise auch die US-Pornoindustrie Hilfe vom Staat. Dem Sender CNN zufolge wollen "Hustler"-Verleger Larry Flynt und Joe Francis, Chef der Firma "Girls Go Wild", den Kongress um eine Finanzspitze von fünf Milliarden Dollar für die Branche bitten.

Tatsache sei, dass die Pornoindustrie genauso von der Wirtschaftskrise betroffen sei wie alle anderen, zitierte CNN am Mittwoch Flynts Sprecher Owen Moogan. "Girls Go Wild"-Chef Francis erklärte, die US-Regierung "sollte aktiv das Überleben und das Wachstum der Industrie unterstützen - genauso, wie sie die Notwendigkeit sieht, jede andere vom amerikanischen Volk geliebte Industrie zu unterstützen".

Sowohl Flynt als auch Francis räumten zugleich ein, dass ihre Branche nicht finanziell gefährdet sei - es gehe vielmehr um das "Bedürfnis einer Nation". Die Menschen seien zu depressiv, um sexuell aktiv zu sein, erläuterte Flynt. "Es ist Zeit für den Kongress, den sexuellen Appetit Amerikas wieder aufzufrischen. Der einzige Weg dahin ist die Unterstützung der Pornoindustrie - und zwar rasch."

DPA DPA

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