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Bis zu 20 Cent Aufschlag: Kommt die Verpackungssteuer für Kaffeebecher?

Der "Coffee to go" wird zur Umweltbelastung. Jetzt diskutiert die Regierungskoalition in Berlin neue Methoden, um das Problem in den Griff zu bekommen. Die Bürger sollen sensibilisiert werden.

Ein gebrauchter Einwegbecher in Berlin: Die zunehmende Müllflut in den Innenstädten soll durch die Steuer auf To-go-Kaffee eingedämmt werden

Ein gebrauchter Einwegbecher in Berlin: Die zunehmende Müllflut in den Innenstädten soll durch die Steuer auf To-go-Kaffee eingedämmt werden

Angesichts immer größerer Mengen von Plastikmüll haben sich Berliner Regierungsabgeordnete für eine neue Verpackungssteuer ausgesprochen. "Der Gebrauch von Pappbechern hat in den vergangenen Jahren erkennbar zugenommen und gerade in der Innenstadt haben wir damit ein massives Problem", sagt Daniel Buchholz, der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, laut einem Bericht der "Berliner Morgenpost". Ein Aufschlag von 10 bis 20 Cent wäre daher der beste Weg, um das Problem in den Griff zu kriegen, so Buchholz.

Unterstützung erhalte Buchholz auch von der Berliner CDU, die das Thema im Parlament ihrerseits auf die Tagesordnung setzen möchte. "Wir müssen die Leute motivieren, weniger Müll zu produzieren", so der umweltpolitische Fraktionssprecher Danny Freymark in dem Artikel.

Weiter heißt es, dass die Berliner Stadtreinigung (BSR) die Hauptstadtbürger künftig zu mehr Eigenverantwortlichkeit animieren wolle. "Am Anfang haben wir gesagt, 'we kehr for you', also wir räumen den Bürgern hinterher", so BSR-Chefin Wielgoß. "Inzwischen fokussieren wir mehr darauf, was wir alle zusammen tun können, um die Stadt sauberer zu halten."

Um zu untersuchen, welche Verunreinigungen die Berliner besonders stören, habe die BSR eine Studie beim Institut für Psychologie an der Berliner Humboldt-Universität in Auftrag gegeben. Zu diesem Zweck sollen seit Anfang des Jahres tausend Menschen befragt werden. Die Ergebnisse werden nicht vor Ende des Jahres vorliegen. Es zeichne sich aber ab, dass das Problem mit den Coffee-to-go-Bechern im Vergleich zu den vorherigen Jahren größer geworden sei, so der Psychologe Reinhard Beyer, der die Studie mit verantwortet, zur "Berliner Morgenpost".

tim