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Video Afghanische Flüchtlinge hoffen trotz Pushbacks in die EU zu kommen

Hier hoffen die Menschen auf den richtigen Moment und eine besser Zukunft. Hunderte afghanische Migranten, darunter Frauen und Kinder haben sich in einem behelfsmäßigen Zeltlager nahe der Grenze zu Kroatien niedergelassen. Ihr festes Ziel ist es, in die Europäische Union zu gelangen. Und das trotz Zurückweisung und Abschiebung an der Grenze nach Kroatien, wie der 18-jährige Afghane Rustam kürzlich in Velika Kladusa in Bosnien-Herzegowina erzählt: AFGHANISCHER MIGRANT, RUSTAM: "Wenn sie einen abschieben, dann nehmen sie dir Kleidung, Schuhe, alles. Und: sie schlagen dich ziemlich stark. Ich wurde 25 Kilometer weit weg gebracht und bin zurück hierher, zum Lager. 25 Kilometer. Ohne Schuhe." Kürzlich räumte Kroatien ein, dass die Polizei an der gewaltsamen Zurückdrängung von Migranten an der Grenze zu Bosnien beteiligt gewesen ist, nachdem mehrere Medien darüber berichtet hatten und die EU-Exekutive eine Untersuchung gefordert hat. Der Dänische Flüchtlingsrat, der im Rahmen seiner humanitären Gesundheits- und Schutzprogramme in Bosnien die Grenzen überwacht, verzeichnete von Juni 2019 bis September 2021 rund 30.000 Pushbacks von Migranten. Dazu Hector Carpintero der örtliche Chef der Organisation am Donnerstag in Sarajevo: DANISH REFUGEE COUNCIL COUNTRY DIRECTOR, HECTOR CARPINTERO: "Zu Beginn dieses Jahres bis heute gab es 7.200 Pushbacks. 25 % davon waren mit exzessiver Gewaltanwendung verbunden und wurden von uns registriert. Dazu gehören: Schläge, Hundebisse und Verlust von Eigentum." Die afghanischen Flüchtlinge bleiben trotz aller Schickanen optimistisch. Sie sind überzeugt davon, dass sie es irgendwann schaffen werden in einem Land der EU aufwachen zu dürfen und nicht mehr in Bosnien und Herzegowina in einem Zelt bei Kälte einschlafen zu müssen.
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Sie kampieren an der Grenze von Bosnien-Herzegowina und wollen nach Kroatien.

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