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Video Berliner Staatsanwaltschaft enttarnt Spitzel im Fall Attila Hildmann

Bei den Ermittlungen gegen den Verschwörungsideologen Attila Hildmann hat es in der Berliner Justiz offenbar einen Maulwurf gegeben. Eine ehemalige Mitarbeiterin der Berliner Generalstaatsanwaltschaft steht nach ARD-Recherchen in dem Verdacht, Informationen an den Beschuldigten Hildmann weitergegeben zu haben. Gegen Hildmann laufen seit vergangenem Jahr Strafverfahren wegen zahlreicher Taten, darunter Volksverhetzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Er soll sich derzeit in der Türkei aufhalten. Der Sprecher der Generalstaastsanwaltschaft Berlin, Martin Steltner, bestätigte am Montag die Berichte über einen Maulwurf in der Berliner Justiz. Auf die Spur der Mitarbeiterin sei man gekommen, weil die Frau mehrfach bei Polizeieinsätzen aufgefallen sei. "Wir haben daraufhin sämtliche Abfragen in das staatsanwaltliche Informationssystem gegengecheckt, haben festgestellt, dass die Person Abfragen getätigt hat, mutmaßlich zu Personen aus der Querdenker, aus der rechtsextremistischen Szene. Wir haben die Person daraufhin fristlos gekündigt. Wir haben ein Ermittlungsverfahren gegen sie eingeleitet, wegen des Verdachts des Geheimnisverrats und der versuchten Strafvereitelung. Wir haben durchsucht, Datenträger sichergestellt." Die Ermittlungen würden noch andauern, sagte Steltner. Man gehe aber davon aus, dass Hildmann gewarnt worden sei, dass es einen Haftbefehl gegen ihn in Deutschland gebe. Hildmann sei zu diesem Zeitpunkt aber bereits in der Türkei gewesen. Hildmann besitzt die deutsche und türkische Staatsangehörigkeit. Die Türkei liefert türkische Staatsangehörige nicht aus.
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Man gehe davon aus, dass Hildmann gewarnt worden sei, dass es einen Haftbefehl gegen ihn in Deutschland gebe, hieß es.

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