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Video Gas-Umlage: Verständnis und Wut bei Passanten in Köln

STORY: Haushalts- und Industrie-Kunden müssen ab Oktober eine Gas-Umlage von rund 2,4 Cent pro Kilowattstunde zahlen. Damit kämen auf einen vierköpfigen Durchschnittshaushalt rund 480 Euro Mehrbelastung ohne Mehrwertsteuer im Jahr zu. Die Umlage steigert noch die regulären Preis-Erhöhungen im Rahmen der Verträge. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nannte die Abgabe eine Folge von Russlands Angriffskrieg in der Ukraine. Etwa die Hälfte aller deutschen Haushalte heizt mit Gas und muss daher wie die Industrie die Abgabe zahlen - unabhängig von welchem Versorger man beliefert wird. Stimmen dazu aus Köln: "Und wir müssen alle dafür geradestehen. Das müssen wir alle machen. Und jetzt verteilen wir da so ein bisschen. Das Problem, was ich nur sehe und wo ich eigentlich darum bitte, dass die Bundesregierung darauf achtet, dass sich nicht auf der anderen Seite die Leute die Tasche voll machen damit." "Ich bin stinksauer, weil nämlich jetzt wieder - ich bin zufälligerweise jetzt auch Rentner geworden - weil nämlich jetzt wieder die Rentner zur Kasse gebeten werden. Die haben vorher keine Entlastung gekriegt, die kriegen jetzt keine Entlastung. Und jetzt kriegen wir obendrein zur Unterstützung eines Industriebetriebes oder eines Gasversorgers - müssen schon wieder die Steuerzahler oder die Gebührenzahler wieder herhalten." "Ich bin da zwiegespalten. Einerseits habe ich Verständnis dafür, dass diese Unternehmen bestehen müssen, besonders die Stadtwerke und so was. Aber alles auf unserem Rücken." Mit dem Geld der Umlage soll Gas-Importeuren 90 Prozent der Kosten ausgeglichen werden, die durch die kurzfristige und teure Ersatz-Beschaffung aufgrund ausgefallener russischer Lieferungen bestehen. Diese Kosten konnten die Versorger bislang in laufenden Verträgen nicht unmittelbar an die Kunden weitergeben und kamen damit in Bedrängnis. Die Regierung hat zugleich ein drittes Entlastungspaket besonders für Ärmere in Aussicht gestellt, das unter anderem beim Wohngeld als auch bei der Einkommenssteuer Hilfen vorsieht.
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Mit dem Geld der Umlage soll Gas-Importeuren 90 Prozent der Kosten ausgeglichen werden, die durch die kurzfristige und teure Ersatz-Beschaffung aufgrund ausgefallener russischer Lieferungen bestehen.

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