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Video Laschet, Söder und Fraktionschefs sollen Jamaika-Sondierung führen

Die Union hat es nicht einfach in den Tagen nach Bundestagswahl. Vor der ersten Sitzung der neuen, geschrumpften CDU/CSU-Fraktion ist der noch-Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus sichtlich um Optimismus bemüht: "Ich bin sehr daran interessiert, dass wir heute eine harmonische Sitzung haben, dass wir einen harmonischen Start haben. Und ich glaube, dem muss sich jetzt also auch ganz, ganz viel unterordnen. Denn es geht jetzt darum, dass wir zusammenhalten. Es geht darum, dass wir zeigen, dass wir mit dieser schwierigen Situation gut klarkommen. Und die schwierige Situation ist nicht die Besetzung des Fraktionsvorsitzenden, sondern die schwierige Situation ist das Wahlergebnis vom Sonntag." Die Parteichefs der Schwesterparteien, Armin Laschet und Markus Söder, hatten vor der Sitzung noch einen Streitpunkt um den Posten des zukünftigen Fraktionsvorsitzenden auszuräumen. Der alte soll nun auch der neue Fraktionschef sein, zumindest für die kommenden sechs Monate. Teilnehmer der Fraktion sagten, die kurze Zeit sei damit begründet, dass man ja noch nicht wisse, ob die Union eine Rolle in der Regierung oder der Opposition einnehmen werde. Die Spitzen beider Parteien haben bereits mehrfach betont, dass Verhandlungen mit der FDP und den Grünen noch immer eine Option seien, etwa dann, wenn eine Ampel-Koalition doch nicht zustande käme und Gespräche zu Jamaika wieder zur Debatte stünden. Dazu, wer diese Verhandlungen führen würde sagte Brinkhaus vor der Fraktionssitzung: "Also Armin Laschet ist der Parteivorsitzende der CDU. Deswegen ist er der geborene Verhandler, genauso wie dann das Markus Söder auch ist und genauso wie das dann also die beiden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, das heißt, ich dann hoffentlich als Vorsitzender und Alexander Dobrindt als Chef der CSU-Landesgruppe." Sitzungsteilnehmern zufolge soll Laschet jedenfalls stark für die Sondierungen werben und gesagt haben, die Unionswähler würden erwarten, dass sie nicht so schnell aufgäben. Neben der Wahl des Vorsitzenden wird in der Fraktionssitzung jedoch auch eine kontroverse Aussprache über das Wahlergebnis, so wie über die weitere Rolle von Kanzlerkandidat Armin Laschet erwartet.
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Ralph Brinkhaus wird als Fraktionsvorsitzender wiedergewählt, jedoch nur für sechs Monate - immerhin sei noch nicht klar, ob CDU/CSU Opposition oder Regierung stellen werden.

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