VG-Wort Pixel

Video Opfer des spanischen Rapsöl-Skandals drohen mit Selbstmord

Sechs Personen haben am Dienstag das Madrider Prado-Museum besetzt. Es handelt sich um Opfer des größten Lebensmittel-Vergiftungsskandals in der Geschichte Spaniens, dem sogenannten Rapsöl-Skandal. Im Jahr 1981 war vergälltes Rapsöl auf den Lebensmittelmarkt geraten. Tausende Spanierinnen und Spanier verzehrten das vergällte Öl. Es sorgte für merkwürdige Krankheitssymptome und kostet vielen Menschen das Leben. Vierzig Jahre später demonstrieren die Opfer im Prado und drohen damit, kollektiven Selbstmord zu begehen. Die Opfer: "Sie sollten uns nicht anlügen, es ist eine Schande für Spanien, sie sollten Verantwortung übernehmen und uns schützen." "Da sind welche, die mit einer Rente von 200 oder 300 Euro kaum überleben können. Wir sind krank, wir fühlen uns körperlich 20 Jahre älter als wir sind." "Wir haben in den 40 Jahren mehrere politische Parteien durchlaufen, aber wir sind immer noch an demnselben Punkt wie am Anfang, also ist das Dringendste, dass sie sich wenigstens mit uns treffen, bisher wollten sie das nicht". Die Vergiftung hat 5.000 Menschen das Leben gekostet und weitere 20.000 betroffen, die meisten mit unheilbaren Krankheiten. Mit ihrer drastischen Forderung wolen sie nun erzwingen, dass sich Ministerpräsident Pedro Sanchez mit ihnen trifft und redet.
Mehr
1981 war vergälltes Rapsöl auf den Lebensmittelmarkt geraten. Über 5.000 Menschen waren damals ums Leben gekommen und über 20.000 verletzt worden.

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker