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Video Sechste Briefbombe in Spanien entdeckt

STORY: Die Anzahl der in Spanien entdeckten Briefbomben an hochrangige Politiker, Botschaften und Militäreinrichtungen ist am Donnerstag auf sechs gestiegen. Am Nachmittag wurde der Eingang eines Päckchens für die US-Vertretung in Madrid gemeldet. Es wurde von der Polizei kontrolliert gesprengt. Kurz zuvor hatte Vize-Innenminister Rafael Perez erklärt, ersten Erkenntnissen zufolge seien die bis dahin bekannten fünf Sprengsätze von innerhalb Spaniens abgeschickt worden. Angesichts der Empfänger – darunter die ukrainische Botschaft – wurde über eine Verbindung zum Ukraine-Krieg spekuliert. Die Ermittlungen wurden vom Obersten Gerichtshof des Landes übernommen, der auch für die Verfolgung von Terrorismus zuständig ist. Nach offiziellen Angaben wurde die erste Briefbombe am 24. November an Ministerpräsident Pedro Sanchez geschickt. Am Mittwoch wurde dann ein Sicherheitsbeamter verletzt, als ein an den ukrainischen Botschafter in Spanien adressiertes Päckchen explodierte. Zudem ging ein Sprengsatz bei einem Rüstungskonzern in Zaragoza ein. Dieser stellt Raketenwerfer vom Typ C90 her, von denen Spanien mehr als 1000 an die Ukraine geliefert hat. Am Donnerstag gingen außerdem Briefbomben in einem Satellitenzentrum der EU und im spanischen Verteidigungsministerium ein. Die Behörden machten zunächst keine Angaben zu den mutmaßlichen Urhebern. Eine den Ermittlungen nahestehende Person sagte, die Bomben seien zwar selbst gebaut, jedoch nicht etwas, was jeder herstellen könne. Die Sicherheitsvorkehrungen im Umfeld von öffentlichen Gebäuden waren im Zusammenhang mit den Vorfällen verschärft worden.
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Angesichts der Empfänger – darunter die ukrainische Botschaft – wurde über eine Verbindung zum Ukraine-Krieg spekuliert.

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