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Fünf erstaunliche Fakten Die unbewusste Macht der Berührung

Das Fühlen, eine unterschätzte Fähigkeit. Schon vor der Geburt spürt der Fötus die Berührung der Mutter. Bei Babys ist der Tastsinn die am besten ausgeprägte Fähigkeit. Und auch Erwachsene reagieren stark auf Körperkontakt, oft ohne es zu wissen.


Schon eine kurze Berührung einer Frau macht viele Männer risikofreudiger. Das fanden Verhaltensforscher der Columbia University in einem Experiment heraus. Die Probanden sollten darin finanzielle Entscheidungen treffen. Die Männer, die zuvor von einer Frau an der Schulter oder der Hand berührt wurden, fühlten sich sicherer und entschieden sich für riskantere Anlagen.
 
Berührungen hinterlassen auch bei Pflanzen Spuren. Blumen, die häufig angefasst werden, sind widerstandsfähiger. Sie bleiben kleiner und sind kaum anfällig für Viren und Bakterien. In Japan wird das seit dem 17. Jahrhundert beim Anbau genutzt. Kinder werden in Gruppen zum Mugifumi, dem Getreidetreten, auf die Felder geschickt.


Warmer Tee hilft gegen soziale Kälte. Solange wir ihn in unseren Händen halten. Denn: Wenn wir warme Dinge berühren werden wir großzügiger. Zwei US-Forscher der gaben Teilnehmern warmen Kaffee und Eiskaffee zum Trinken und stellten ihnen Fragen über Personen. Diejenigen, die eine warme Tasse in der Hand hielten, verhielten sich fürsorglicher.
 
Fass mich an und ich sage dir, wie es dir geht. Anscheinend steckt in dieser Behauptung ein wahrer Kern. Einer US-Studie zufolge können Berührungen Emotionen transportieren. Das ist das Ergebnis eines Experiments aus den USA: 40 der 58 Teilnehmer erkannten mit verbundenen Augen bei der Berührung ihres Gegenübers, ob er Liebe, Ekel oder Dankbarkeit empfand.
 
Erfolglos beim Sport? Da kann Körperkontakt durchaus nützlich sein. Psychologen der Universität von Kalifornien haben herausgefunden, dass sich die Spieler in Gewinner-Teams häufiger berühren. Basketballspieler in solchen Mannschaften klatschen sich häufiger ab als die weniger erfolgreicher Teams.


Die Macht der Berührung. Das Fühlen ist unser erster Sinn. Diese Basiskompetenz verlässt uns auch als Erwachsene nicht. In jedem Händedruck steckt ein Gefühl. Kleine Berührungen  können Sicherheit vermitteln. Ob wir uns dessen bewusst sind – oder nicht.
  
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Körperkontakt beeinflusst uns stärker als uns bewusst ist. Schon eine kleine Berührung kann unsere Stimmung lenken. Ein Händeschütteln Gefühle transportieren. Wir zeigen fünf überraschende Fakten über das Berühren.
Von Philipp Weber und Philipp Möller

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