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Vulkanausbruch in Chile: Asche behindert Flugverkehr in Neuseeland und Australien

Die Aschewolke des chilenischen Vulkans Puyehue hat am Mittwoch weiter für Chaos im Flugverkehr von Australien und Neuseeland gesorgt. Zehntausende Passagiere sind betroffen.

Die Aschewolke des chilenischen Vulkans Puyehue hat am Mittwoch weiter für Chaos im Flugverkehr von Australien und Neuseeland gesorgt. Während der Betrieb auf den größten Flughafen Australiens am Mittwoch wieder anlief, strichen die meisten Airlines ihre Flüge auf die Insel Tasmanien und nach Neuseeland. Nach Angaben einer Qantas-Sprecherin waren erneut zehntausende Passagiere betroffen, da viele noch unter dem Rückstau nach den Annullierungen am Vortag litten. Indes macht man sich in Neuseeland auf einiges gefasst. "Es besteht sogar die Möglichkeit, dass die Aschewolke ein drittes Mal um den Globus zieht und uns noch mal heimsucht", sagte der Sprecher der neuseeländischen Luftfahrtbehörde, Peter Lechner, im Rundfunk. Die Wolke hatte den Verkehr bei ihrer ersten Erdumrundung vergangene Woche schon einmal über Tage massiv behindert.

Die chilenische Aschewolke hatte am Dienstag bei ihrer Erdumrundung erneut den fünften Kontinent erreicht und dort zu den schwersten Flugausfällen seit 20 Jahren geführt. Am Mittwoch zog sie langsam in Richtung Tasmanien und Neuseeland weiter, wo sie nach Einschätzung von Meteorologen "mindestens ein bis zwei Tage" hängenbleiben dürfte. Im Gegensatz zu den meisten anderen Fluggesellschaften will die neuseeländische Air New Zealand wie auch schon zuvor ihren Flugbetrieb weitgehend aufrechterhalten. Nach Angaben Lechners wird die Wolke in einer Höhe von 6000 Metern über das Land ziehen. Die Flugzeuge hätten somit genügend Platz, um unter der Wolke hindurchzufliegen. Der Puyehue war am 4. Juni zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert ausgebrochen. Die Aschewolke führte zunächst in Argentinien und Uruguay und vor gut einer Woche auch in Australien und Neuseeland zu massiven Störungen im Flugverkehr.

roh/AFP/DPA / DPA