"John" und "Ernesto" Die Sturmgiganten toben weiter


Tropensturm "Ernesto" hat wieder Kraft getankt und bedroht die Küste von North Carolina. Und auch sein Kollege "John" wird nicht abdrehen, ohne zuvor im Süden Kaliforniens Schäden anzurichten.

Der Tropensturm "Ernesto" hat erneut an Fahrt gewonnen und ist im US-Bundesstaat North Carolina auf die US-Küste getroffen. Meteorologen warnten vor gefährlichen Fluten und Tornados. Mit Windstärken von bis zu 113 Kilometern pro Stunde war "Ernesto" kurz davor, wieder Hurrikanstärke zu erreichen. Als solcher gilt ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten von mindestens 119 Kilometern pro Stunde. In der Nacht fegte "Ernesto" bei Long Beach an die Küste von North Carolina.

Den Prognosen zufolge könnte "Ernesto" Regenmengen von bis zu 20 Zentimeter auch über den Nachbarstaat South Carolina hereinbrechen lassen und gefährliche Überschwemmungen verursachen. Die Gouverneure beider Staaten riefen die Nationalgrade zu Hilfe. Als im Jahr 1999 Hurrikan "Floyd" über die Region hinwegpeitschte, starben 56 Menschen. Es entstanden Schäden in Höhe von rund sechs Milliarden Dollar.

Auch "John" bleibt weiter gefährlich

In den mexikanischen Badeorten auf der Halbinsel Niederkalifornien (Baja California) brachten sich unterdessen Hunderte ausländische Touristen vor Hurrikan "John" in Sicherheit. Der Sturm hatte am Vorabend an Fahrt verloren und war in die Kategorie zwei zurückgestuft gestuft worden. Es wurde jedoch nicht ausgeschlossen, dass auch "John" vor dem Auftreffen auf die Küste wieder zulegen könnte. Das Auge des Hurrikans werde an der Südspitze von Niederkalifornien "vorbeischrammen", sagte die mexikanische Meteorologin Olivia Parada. "Aber in diesen Fällen können die Wolkenränder mit ihren Wassermassen und den Winden noch viel größere Schäden anrichten."

"John" hat entlang der Küste in den mexikanischen Bundesstaaten von Guerrero bis Jalisco die tief liegenden Gebiete in zahlreichen Ortschaften und Städten unter Wasser gesetzt. Viele Bewohner versuchten sich mit Hamsterkäufen auf das Eintreffen des Sturms vorzubereiten. Helfer begannen damit, rund 10.000 Menschen aus tiefer gelegenen Gebieten in Sicherheit zu bringen. "Diejenigen, die nicht gehen wollen, werden von der Armee weggebracht werden", sagte Jose Gajon, Chef des Katastrophenschutzes in Baja California Sur.

Reuters/DPA DPA Reuters

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker