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Gletscher-Unfall in Alaska Deutscher Wanderer stürzt 90 Meter in die Tiefe - und überlebt


Mit schwersten Verletzungen ist ein deutscher Wanderer in Alaska geborgen worden, nachdem er 90 Meter tief gestürzt war. Eine Wandergruppe hatte seine Hilferufe gehört - zu seinem Glück waren Ärzte dabei.

Er soll bereits drei Stunden mit einem Schädel- und Beinbruch zwischen den zerklüfteten Felsen gelegen haben, als man seine Hilferufe hörte: Im US-Bundestaat Alaska konnte ein 42-jähriger Wanderer aus Deutschland trotz schwerer Verletzungen nach einem 90-Meter-Sturz lebend geborgen werden. Wie die US-Nachrichtenseite "Alaska Dispatch News" berichtet, ereignete sich der Unfall am Worthington-Gletscher nahe der Stadt Valdez. Zunächst war eine Gruppe von Wanderern auf den verunglückten Deutschen aufmerksam geworden. Zu seinem Glück waren zwei Ärzte Teil der Gruppe, die Erste Hilfe leisteten.

Wie eine Sprecherin der Stadt Valdez der Zeitung berichtete, hat sich der Unfall bereits am Samstag ereignet. Der Notruf habe die Rettungskräfte gegen 11.30 Uhr erreicht, die US-Küstenwache entsandte daraufhin einen Hubschrauber, der den schwerverletzten Deutschen in ein Krankenhaus nach Anchorage brachte. Vorher hatten an die 20 Personen den 42-Jährigen über zwei Kilometer zu einem Parkplatz getragen.

Mann war "in sehr schlechter Verfassung"

"Als die Rettungskräfte eintrafen, erfuhren sie, dass der Mann über den linken Bergkamm über dem Gletscher gewandert war, als er ausrutschte und 75 bis 90 Meter in die Tiefe Stürzte", so eine Sprecherin der Stadt Valdez. Demnach sei der Deutsche vor seinem Unfall allein unterwegs gewesen sein. Der Mann soll immer wieder das Bewusstsein verloren haben, gab jedoch an, dass er gegen 8.30 Uhr morgens abgestürzt war. Ein Sprecher der Küstenwache sagte gegenüber "Alaska Dispatch News", der Mann sei bei seiner Bergung "in sehr schlechter Verfassung gewesen“. "Unsere größte Sorge war es, so schnell wie möglich ein Team zu ihm zu schicken, um zu helfen."

Name und die genaue Herkunft des 42-jährigen Deutschen sind bislang noch nicht bekannt. Die Gegend um den Worthington-Gletscher ist bei Touristen sehr beliebt und gilt im Vergleich zu anderen Gegenden Alaskas als nicht sonderlich gefährlich.

amt

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