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Mitarbeiter vertreibt Reptil: Disney wusste von Alligatoren - ein Video beweist es

Vergangene Woche wurde ein Zweijähriger im Disney World Resort von einem Alligator angefallen und getötet. Vor den Tieren wurde nicht gewarnt. Dabei wusste der Konzern offenbar Bescheid, wie jetzt ein Video zeigt.

Nach dem Unglück mit dem Alligator schloss Disney sämtliche Strände von Disney World

Der kleine Lane wurde von einem Alligator ins Wasser gezerrt und ertrank. Disney wusste offenbar von den Tieren, stellte aber nur "Schwimmen verboten"-Schilder auf.

Es sind verstörende Bilder: Ein Mitarbeiter vom Walt Disney World Resort im US-Bundesstaat Florida versucht direkt neben der Wildwasserbahn Splash Mountain, einen Alligator von den Touristen fernzuhalten, während diese nichtsahnend an dem Geschehen vorbeifahren. Die Aufnahmen werfen erneut die Frage auf, was das Unternehmen über die Existenz der Tiere und die Gefahr, die von ihr ausging, wusste.

Disney-Personal warnte vor Alligator-Problem

Der Mitarbeiter versucht immer wieder, das Reptil mit einem umgedrehten Kescher von der Wildwasserbahn abzuhalten. Die Touristen bekommen von all dem nichts mit. Laut einem Bericht der Nachrichten-Webseite "The Wrap" war Disney das Alligator-Problem bekannt. Mitarbeiter hätten demnach das Management gewarnt, dass Gäste der teuren Unterkunft "Bora Bora Bungalows", die direkten Zugang zur Seven Seas Lagoon hatten, in der der kleine Junge ums Leben kam, die Tiere fütterten.

Der Disney-Mitarbeiter hält den Alligator in Schach, während die Touristen im Fahrgeschäft vorbei kommen

Der Disney-Mitarbeiter hält den Alligator (roter Kreis) in Schach, während die Touristen im Fahrgeschäft vorbei kommen

Die Luxus-Bungalows (eine Nacht kostet hier 2000 Dollar) stehen auf Pfählen gebaut in der Lagune, ganz in der Nähe vom Grand Floridian Resort & Spa, wo die Familie des kleinen Lane wohnte und wo das Unglück geschah. Sie wurden im April 2015 eröffnet.

"Disney wusste über das Problem Bescheid, dass die Gäste die Alligatoren füttern", wird ein Insider zitiert. "Die Eröffnung der Bungalows brachte die Gäste näher an die Wildtiere. Oder die Wildtiere näher an die Gäste." Empfehlungen des Personals, deshalb Schutzzäune zu errichten, hätte das Unternehmen jedoch ignoriert. An den Stränden gab es lediglich "Schwimmen verboten"-Schilder, jedoch keine, die auf die Alligatoren hinwiesen.

Vergangene Woche wurde ein Zweijähriger von einem Reptil angegriffen, als er in seichtem Gewässer der Lagune spielte. Das Tier zog den Jungen blitzschnell unter Wasser und zog ihn weg, noch ehe sein Vater ihn retten konnte. Am nächsten Tag fand die Polizei die Leiche des Kindes in Ufernähe.  Wie die Obduktion ergab, war der Junge ertrunken. Nach dem Vorfall sperrte Disney die Strände. Wie US-Medien berichten, hat der US-Konzern inzwischen Warnschilder aufgestellt, die vor den Wildtieren warnen und das Füttern verbieten.