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Kanada: Verbotene Waffen statt Katzen-Fressnapf: Amazon liefert falsche Ware aus

Amazon ist ein Lapsus unterlaufen: Statt eines Fressnapfes bekam eine Kanadierin einen Taser und Pfefferspray zugestellt. Doch mit dieser Lieferung brachte das Unternehmen die Kundin in die Klemme.

Paketbote

Amazon lieferte einer Kundin in Kanada Waffen (Symbolbild)

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Jacynthe Cardin staunte nicht schlecht: Als sie ihr Amazon-Paket öffnete, lagen darin ein Taser und eine Sprühdose Pfefferspray. Dabei hatte die Kanadierin für ihre Katze einen Fressnapf bestellt.

Die Frau aus Montreal handelte schnell. Anstatt die Ware zu reklamieren und sich zur nächsten Postfiliale aufzumachen, gab sie die Waffen bei der Polizei ab. Der Grund: Sowohl der Taser als auch das Pfefferspray sind in Kanada verboten. Wer sie besitzt, macht sich strafbar.   

"Ich habe zweimal hinsehen müssen, um sicher zu gehen, dass es wirklich mein Paket war", sagte Cardin dem Sender CTV News. Wann der Bote das Paket vor ihrer Haustür abgelegt hatte, könne sie nicht genau sagen.

Amazon will nach dem Fressnapf suchen lassen

Amazon spricht in einem Statement von einem unglücklichen Zwischenfall. Intern würde das Unternehmen untersuchen, wo der Fehler lag. Cardins Bestellung kam aus den USA, vermutlich habe ein Lagermitarbeiter einen Barcode auf das falsche Paket geklebt. Laut CTV News wolle Amazon eruieren, wo das Päckchen mit dem Fressnapf abgeblieben ist.   

Nach Informationen des Senders BBC hat die Polizei beide Waffen mittlerweile zerstört. Amazon habe Cardi gebeten, die Waren nicht zurückzuschicken.

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