Berlin Terrassentür erschlägt Fünfjährigen in Kita – Familie startet Spendenaufruf

Die Terrassentür liegt auf dem Boden in der Kita in Berlin-Niederschöneweide
Die Terrassentür liegt auf dem Boden in der Kita in Berlin-Niederschöneweide
© Britta Pedersen / DPA
Durch einen tragischen Unfall in einer Berliner Kita verlor ein Fünfjähriger sein Leben. Der Onkel des Kindes bittet nun um Spenden und teilt den Schmerz der Familie.

Dieser Artikel erschien zuerst bei RTL.de.

Worte können vermutlich nicht beschreiben, was die Familie des kleinen Jungen, der am Montag durch ein tragisches Unglück in einer Berliner Kita ums Leben gekommen ist, gerade durchmacht. Sie steht vor einem emotionalen Abgrund – aber auch finanziell kommen große Herausforderungen auf sie zu. Der Onkel des Kindes bittet nun um Spenden. Dabei gibt er Einblick in das Seelenleben der Angehörigen.

Phillip Fuchs, Onkel und Initiator der Spendensammlung, ruft am Dienstagauf der Plattform GoFundMe dazu auf, die Familie des toten Kindes zu unterstützen. Der Fünfjährige besucht am Montag die Kita Adlerküken im Berliner Ortsteil Niederschöneweide im Bezirk Treptow-Köpenick. Gegen 10.15 Uhr kommt es dort nach Polizeiangaben zu dem tragischen Unfall, "der unser Leben für immer verändert hat", wie der Onkel berichtet: Eine Glastür reißt aus ihrer Halterung und stürzt nach innen in den Raum. Der schwere Gegenstand erschlägt den Jungen. "Trotz aller sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen verstarb er noch am Unfallort."

Tragisches Unglück: Kind (†5) stirbt in Berliner Kita

Dazu teilt Phillip Fuchs das Foto eines Kindes, dessen Rücken nun weiße Engelsflügel zieren. Der Junge in weißem T-Shirt und kurzer Shorts wandert darauf auf einer Regenbogenbrücke Richtung Himmel. Die Trauer der Familie sei "unermesslich", berichtet er im Text zur Spendensammlung. Die Familie stünde vor "großen finanziellen Herausforderungen", die in dieser Zeit eine zusätzliche schwere Last seien. "Wir möchten unserem kleinen Jungen einen Abschied schenken, der seiner Liebe, seinem Lachen und seinem Platz in unserem Leben gerecht wird", erklärt der Onkel.

Im Gespräch mit RTL ergänzt er: "Die Familie hat noch nicht begriffen, was passiert ist und steht unter Schock. Sie warten jetzt erstmal die polizeilichen Ermittlungen ab."

Das "fröhliche Kinderlachen" sei verstummt, heißt es weiter in dem GoFundMe-Text "Ein viel zu kurzes Leben wurde jäh aus dem Alltag gerissen. Zurück bleiben Leere, Fassungslosigkeit und ein Schmerz, der jede Sekunde spürbar ist", versucht der Onkel zu beschreiben, was in den "tief erschütterten" Eltern und Verwandten des Kindes jetzt vor sich geht. Nichts habe sie auf diesen Verlust vorbereiten können, nichts könne ihn erklären oder lindern.

Die Berliner Polizei ermittelt bereits zur Unglücksursache: Geklärt werden muss, ob die Tür einen technischen Defekt hatte oder falsch bedient wurde.

Spendensammlung für Beerdigung des Jungen (†5)

Phillip Fuchs sammelt die Spenden, damit die Familie des Fünfjährigen "diesen schweren Weg nicht allein gehen" müsse. Er erklärt, das Geld würde für einen würdigen Abschied und letzte Rituale, die Trauerfeier und die Beerdigung verwendet. Es solle auch zur "Unterstützung der Familie in den kommenden schweren Wochen dienen". Jeder Beitrag zeige, dass die Familie nicht allein sei.

Einige User reagieren unter dem Anzeigentext mit Herzen, die Mitgefühl symbolisieren, oder betenden Händen. Ein User kommentiert: "Worte können den Schmerz nicht lindern. Wir wünschen euch viel Kraft, Trost und liebevolle Menschen an eurer Seite." Innerhalb von weniger als 24 Stunden nach Erstellen der Spendensammlung sind bereits 20.906 Euro zusammen gekommen. Der Onkel ist nach eigenen Angaben "überwältigt": "Wir möchten uns dafür vom ganzen Herzen bei Euch bedanken." 

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lha/jek

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