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Wo ist Amelia Bambridge?: Nach Strandparty verschwunden: Britische Backpackerin in Kambodscha vermisst

Sie war alleine auf einer Rundreise. Doch seit einigen Tagen gilt die 21-jährige Amelia Bambridge auf einer Insel in Kambodscha als vermisst. Die Polizei hat wenig Hoffnung, die junge Frau noch lebend zu finden.

Taucher und Soldaten fahren mit einem Boot raus aufs Meer

Die Behörden suchen mit Tauchern und Soldaten nach der vermissten Studentin

AFP

Die letzten Aufnahmen zeigen Amelia Bambridge am Donnerstag gegen 3 Uhr morgens zusammen mit anderen Leuten bei einer Strandparty auf der Insel Koh Rong. Die 21-Jährige war Ende September als Rucksacktouristin zu einer Reise nach Asien aufgebrochen, verbrachte die letzten Tage in Kambodscha. Jetzt gilt sie offiziell als vermisst. Ein Großaufgebot an Polizeikräften, Taucher, Soldaten und Freiwilligen sucht nach der Studentin. Auch ihre Eltern und ihr Bruder sind angereist, um sie zu finden.

Backpackerin war alleine unterwegs

Die junge Britin kam alleine aus Worthing in West Sussexauf auf die Insel, die wegen ihren günstigen Unterbringungen, ihren Strandbars und idyllischen Stränden vor allem bei Reisenden mit kleinem Budget sehr beliebt ist.

Zwei Jahre lang soll sie laut "Daily Mail" auf den Trip gespart haben. Als sie vor wenigen Tagen nicht aus ihrem Hostel auscheckte, kontaktierte das Management die Mutter. Seitdem gilt Amelia Bambridge als vermisst. Eine Organisation, die sich auf die Suche nach vermissten Briten im Ausland spezialisiert hat, veröffentlichte einen Vermisstenmeldung auf Facebook. Auch andere Familienmitglieder starteten in den sozialen Netzwerken Aufrufe, die ihnen bei der Suche helfen sollen.

Am Strand, an dem die Studentin zuletzt gesehen wurde, fand die Polizei ihren Rucksack mit persönlichen Gegenständen, darunter auch ihr Portemonnaie, ihre Bankkarte und ihr Handy. Da die Beamten zunächst davon ausgingen, sie könnte ertrunken sein, suchten sie mit Tauchern und Drohnen nach ihr. Doch bislang ohne Erfolg. 

Der Vater jedoch glaubt nicht daran, dass Amelia ertrunken ist. Gegenüber der "Daily Mail" erklärte er, er sei überzeugt davon, das Amelia entführt und in den Dschungel gebracht wurde. Mittlerweile haben die Behörden die Suche auch auf das Festland verlagert. 

Auf diesem Foto halten die Beamten eine Tasche der vermissten Britin Amelia Bambridge

Am Strand fand die Polizei die Tasche der vermissten Britin 

AFP

Kambodscha gilt als weitgehend sicher

Der Strand liegt rund 40 Minuten Fußweg von dem Hostel entfernt, in dem die Studentin einige Tage zuvor eingecheckt hatte. Der unbeleuchtet Pfad soll durch dichten Wald führen, weshalb ihre Mutter es auch für möglich hält, dass sie sich verirrt hat.

Kambodscha gilt als weitgehend sicheres Reiseland. Allerdings haben wiederholt Verbrechen gegen Ausländer zuletzt für Schlagzeilen gesorgt. Vergangene Woche wurden drei Männer der Gruppenvergewaltigung einer Französin in der Küstenprovinz Kampot angeklagt.

Inzwischen hat die Polizei sechs Kambodschaner zur Vernehmung vorgeladen. Sie würden derzeit von den Ermittlern in der Polizeizentrale in Sihanoukville befragt, sagte Vize-Polizeichef Nop Panha am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. "Wir ziehen noch keine Schlussfolgerungen", fügte er hinzu. Jedoch erklärte ein ranhoher Polizeivertreter, es bestehe "kaum noch Hoffnung", die Vermisste lebend zu finden - "wir suchen jetzt nach ihrer Leiche".

Quellen: Facebook, "Daily Mail" 1, "Daily Mail" 2, AFP

jek