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Bürgerkrieg in Syrien: Mindestens 14 Menschen sterben bei Anschlag in Damaskus

Erneut ist die syrische Hauptstadt Ziel eines Attentats geworden. Bei der Explosion zweier Bomben in der Nähe der Passbehörde von Damaskus sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen.

Ein Selbstmordattentäter hat in der syrischen Hauptstadt Damaskus mindestens 14 Menschen mit in den Tod gerissen. Weitere 31 Opfer wurden verletzt. Wie Augenzeugen berichteten, sei zwei Minuten nachdem sich ein Mann in einer Polizeiwache am Al-Mardsch-Platz in die Luft gesprengt habe, in unmittelbarer Nähe eine zweite Bombe detoniert. Der Doppelanschlag ereignete sich unweit des Gebäudes der zentralen Passbehörde.

Regierungsnahe Fernsehsender meldeten, beide Bomben seien von Selbstmordattentätern gezündet worden. Auf den Fernsehbildern waren zerstörte Fahrzeuge und Blutlachen auf den Gehwegen zu sehen. "Es scheint, als hätten die Terroristen wieder zugeschlagen", sagte ein TV-Reporter und bediente sich dabei des von der Regierung verwendeten Begriffs für die Rebellen im syrischen Bürgerkrieg. In dem gleichen Viertel war am 30. April eine Autobombe detoniert. Damals starben 13 Menschen.

Syrische Führung kündigt Offensive an

Die syrische Führung hatte am Montag eine Offensive in der nördlichen Provinz Aleppo angekündigt. Die Revolutionäre veröffentlichten ein Video, auf dem zu sehen ist, wie einer ihrer Kämpfer einen Hubschrauber abschießt. Das Video wurde angeblich am Montag in der Nähe der Ortschaft Nubl bei Aleppo aufgenommen. Die Revolutionäre behaupteten, die Luftwaffe transportiere mit ihren Hubschraubern Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz nach Nubl, wo viele Anhänger des Regimes von Präsident Baschar al Assad leben.

Der bewaffnete Konflikt in Syrien entwickelte sich aus einem Volksaufstand gegen al Assad, der im März 2011 begann. Seitdem wurden in den Kämpfen nach Uno-Angaben mehr als 90.000 Menschen getötet.

kgi/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters
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