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Busunglück bei Erfurt: Zahl der Schwerverletzten steigt auf 25

Bei dem Busunfall auf der A4 nahe Erfurt sind deutlich mehr Menschen schwer verletzt worden, als zunächst angenommen. Die genaue Ursache des Unglücks vom Freitag mit einem Toten ist noch nicht geklärt.

Ein Reisebus liegt bei Erfurt umgekippt am Fahrbahnrand

Bei dem schweren Reisebus-Unfall nahe Erfurt am Freitag war ein fünfjähriger Junge ums Leben gekommen

Bei dem schweren Busunfall mit einem toten Kind in der Nähe von Erfurt sind mehr Menschen schwer verletzt worden als bisher bekannt. "Es gab 25 Schwerverletzte und 40 Leichtverletzte, darunter auch der Busfahrer", sagte eine Sprecherin der Polizei am frühen Samstagmorgen. Bis in die Abendstunden war von 15 Schwerverletzten und 49 Leichtverletzten die Rede gewesen. Die genaue Unfallursache konnte die Polizei noch nicht klären.

Nach ersten Erkenntnissen war der Bus auf der Autobahn 4 in Richtung Dresden nach einem Überholmanöver rechts von der Fahrbahn abgekommen, in eine Böschung gefahren und umgekippt. Die 59 Schüler und Betreuer einer evangelischen Schule in Annaberg-Buchholz waren auf dem Rückweg von einer Reise nach England. Bei dem Unfall starb ein fünf Jahre alter Junge - nach Angaben der Schule der Sohn einer Lehrerin.

Ermittler hoffen auf Augenzeugen

Die Schule sei am Samstag geöffnet, um Schülern, Eltern und Bürgern eine stille Andacht zu ermöglichen, kündigte die Schulleitung an.

Noch am Freitag nahm ein Gutachter den verunglückten Bus sowie das Spurenbild an der Unfallstelle unter die Lupe. Zudem erhoffen sich die Ermittler Erkenntnisse von Augenzeugen. Der aus Österreich stammende Busfahrer hat sich bisher zum Unfallgeschehen in Schweigen gehüllt. Der Bus wurde in der Nacht geborgen und beschlagnahmt.

mod / DPA
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