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England Vater findet extrem seltene Goldmünze mit dem Metalldetektor – dank seiner Kinder

Goldmünze aus der Zeit Heinrich III.
Die Goldmünze aus der Zeit Heinrich III. wurde für umgerechnet fast 650.000 Euro versteigert
© Spink
Ein Familienvater aus England hat mit einem Metalldetektor eine Goldmünze aus dem 13. Jahrhundert gefunden, die jetzt für 650.000 Euro versteigert wurde. Großen Anteil daran haben auch seine Kinder.

Jahrelang hatte Michael Leigh-Mallory ein etwas ungewöhnliches Hobby betrieben: Er suchte die Gegend mit einem Metalldetektor nach Schätzen ab – bis die Kinder kamen und er dafür keine Zeit mehr hatte. Als seine Tochter Emily und sein Sohn Harry aber groß genug waren, drängten sie ihren Vater, mit ihnen gemeinsam auf Schatzsuche zu gehen. Und tatsächlich wurden sie fündig: Die Familie aus dem englischen Devon stieß auf eine Goldmünze aus der Zeit Heinrich III. (1207–1272).

"Eines Tages sagte meine Frau zu mir: 'Du weißt, dass du den Kindern versprochen hast, dass ihr mit dem Metalldetektor rausgeht.'", erzählte Leigh-Mallory die Geschichte. "Also sagte ich: 'Okay, Kinder, gehen wir.'" Zuerst fanden sie eine Münze aus der Ära Elisabeth I. (1533–1603). Davon angefixt, investierte der 52-Jährige in einen neuen, besseren Metalldetektor. Mit dem fand er dann die wertvolle Münze aus dem 13. Jahrhundert.

Goldmünze für eine Rekordsumme versteigert

Dabei handelt es sich um die älteste Goldmünze, die je in England gefunden wurde. Entsprechend wertvoll ist sie: Bei einer Auktion des Londoner Auktionshauses Spink wurde sie für sage und schreibe 540.000 Pfund (umgerechnet fast 650.000 Euro) versteigert – eine Rekordsumme für das Auktionshaus.

Dass er einen solchen Schatz gehoben hatte, war Leigh-Mallory aber zunächst gar nicht bewusst. "Ich wusste, dass es Gold war, aber ich hatte keine Ahnung, wie wichtig sie war", sagte er über die Münze. Nach der Entdeckung hatte er zuerst ein Bild seines Fundes im Internet gepostet, dort wurde das Auktionshaus darauf aufmerksam. Da ahnte der Familienvater langsam, was er und seine zehn und 13 Jahre alten Kinder da ausgegraben hatten.

Einige 10-Euro-Cent-Münzen sind das Vielfache ihres eigentlichen Nennwertes wert.

"Ich schulde meinen Kindern etwas"

"Hätte ich meinen Kindern nicht dieses Versprechen gegeben, wäre diese Münze wohl niemals gefunden worden", meint er. "Ich schulde ihnen wirklich etwas, weil sie meine Inspiration waren, um nach Bodenschätzen zu suchen." Die Münze, die Leigh-Mallory gefunden hat, soll aus dem Jahr 1257 stammen. Bisher sind lediglich acht bekannte Exemplare aufgetaucht. Die Verkaufssumme teilt sich Leigh-Mallory mit dem Landbesitzer und möchte einen Großteil des Geldes in die Ausbildung seiner Kinder investieren. Den Metalldetektor will er nun wieder öfter auspacken

Quellen: Spink / "Guardian"

epp

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