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Archäologie: 300 Münzen in einer Amphore - der Goldschatz von Como

In Como, Italien, fanden Bauarbeiter eine Amphore mitten im Matsch unter einem Gebäude. Darin befanden sich 300 Goldmünzen – fein säuberlich gestapelt. Vermutlich sollten sie vor plündernden Barbaren geschützt werden.

So stellte man sich im 19. Jahrhundert die Plünderung Roms vor. 

So stellte man sich im 19. Jahrhundert die Plünderung Roms vor. 

Hersteller

300 glänzende Gold-Münzen wurden in einer Amphore im Keller des Cressoni-Theaters in Como nördlich von Mailand gefunden. Der Goldschatz wurde dort im fünften Jahrhundert vergraben und überdauerte die Zeit seitdem ohne jede Beschädigung. Das fünfte Jahrhundert war eine Zeit der Unruhen und der Kriege in Italien, ein Gebiet, das lange das Zentrum der Römischen Reiches war.

Doch in dieser Zeit brach das Römische Reich im Westen endgültig zusammen. Der letzte Kaiser Romulus Augustus war ein machtloses Kind – sein Spitzname lautete "Momyllus", der kleine Schandfleck. Nach dem Tod seines Vaters – des Heermeisters Orestes – herrschten die Barbaren über Italien, den Knaben schoben sie beiseite. Eine wilde Zeit der Plünderungen und des Niederganges begann.

Archäologie: 300 Münzen in einer Amphore - der Goldschatz von Como
So stellte man sich im 19. Jahrhundert die Plünderung Roms vor. 

So stellte man sich im 19. Jahrhundert die Plünderung Roms vor. 

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In dieser unsicheren Zeit wurde das mit Gold gefüllte Behältnis vergraben. Die Stadt am Comer-See wurde 196 vor unserer Zeitrechnung von den Römern erobert. In der Kaiserzeit erlebte die Stadt eine Blütezeit, bis zum Ende des Imperiums wurde Como von einem Präfekten regiert.

Das Cressoni-Theater wurde 1807 eröffnet, bevor es in ein Kino verwandelt wurde, das 1997 geschlossen wurde. Der Ort liegt unweit des Novum Comum-Forumsbereichs, wo bereits andere wichtige römische Artefakte entdeckt wurden. "Wir wissen noch nicht genau, welche historische und kulturelle Bedeutung der Fund hat", sagte Kulturminister Alberto Bonisoli. "Aber diese Gegend erweist sich als ein echter Schatz für unsere Archäologie. Eine Entdeckung, die mich mit Stolz erfüllt."

Wer auch immer die Amphore an dieser Stelle versteckte, "vergrub sie so, dass man sie im Falle einer Gefahr hätte mitnehmen können", sagte Maria Grazia Facchinetti, eine Expertin für seltene Münzen, auf einer Pressekonferenz. Tatsächlich wurden sie nicht ausgegraben. Über die Ursachen kann man nur spekulieren. In den damaligen Zeiten ist es durchaus möglich, dass den Besitzer ein gewaltsamer Tod ereilt hat, bevor er den Schatz bergen konnte. Wegen der Menge der Münzen ist anzunehmen, dass sie keinem Privatmann gehörten – zumal sich keine anderen Wertgegenstände wie Schmuck in dem Gefäß befanden.

"Die Münzen wurden in Rollen gestapelt. Sie ähneln denen, die heute in der Bank benutzt werden", sagte Facchinetti. Die Prägungen der Münzen zeigen die Kaiser Honorius, Valentinian III, Leon I, Antonio und Libio Severo. Keine Münze wurde nach 474 geprägt. "Diese Anzeichen sprechen dafür, dass der Eigentümer keine Privatperson war, sondern dass es sich um die Einlage einer Bank gehandelt habe", fügte Facchinetti hinzu. Denkbar ist aber auch, dass sie im Besitz einer Adelsfamilie waren. In der Gegend befanden sich mehrere große Landgüter von Adelsfamilien.

Derzeit befinden sich die Münzen im Restaurierungslabor in Mailand, wo Archäologen und Restauratoren sie untersuchen. Der Archäologe Luca Rinaldi sagte dem lokalen Newsportal "Qui Como": "Wir können keinen genauen Wert angeben, weil diese Münzen keine marktfähige Ware sind, aber es ist sicherlich ein außergewöhnlicher Fund und daher von unschätzbarem Wert. Ihr Erhaltungszustand ist so gut, dass wir die Münzen schnell exakt datieren können."

Kra
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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