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Erdbeben: Zahl der Opfer in Iran steigt weiter

Nach dem schweren Erdbeben im Norden Irans sind nach Angaben des Roten Halbmonds bereits 35 Tote geborgen worden. Etwa 250 Menschen seien verletzt.

Nach dem schweren Erdbeben im Norden Irans sind nach Angaben des Roten Halbmonds 35 Tote geborgen worden. Etwa 250 Menschen seien verletzt. Beim Rückflug aus dem Katastrophengebiet in der Provinz Kaswin stürzte ein Hubschrauber mit dem Provinzgouverneur, drei seiner Mitarbeiter und einem Journalisten an Bord ab. Neben den Reisenden sei auch die Besatzung ums Leben gekommen, berichtete das staatliche Fernsehen.

Da von dem Beben vor allem entlegene Bergdörfer betroffen waren, zu denen die Rettungskräfte am Samstag zum Teil noch unterwegs waren, wurde mit weit mehr Erdbebenopfern gerechnet. Nach dem Erdstoß der Stärke 6,2 am Freitag wurden 20 Nachbeben registriert.

Auch die Stadt Bam im Südosten Irans wurde am Samstagmorgen von einem Beben der Stärke 4,6 heimgesucht. In Bam waren bei einem verheerenden Erdbeben im Dezember 26.000 Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Beben am Samstag entstand nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens leichter Sachschaden.

Die Streitkräfte entsandten zwei Hubschrauber mit Rettungsteams in das Erdbebengebiet im Norden des Landes, wie die amtliche Nachrichtenagentur IRNA meldete. Rund ein Dutzend Dörfer seien auf dem Landweg nicht mehr zu erreichen. Auf der Straße von Teheran in die 90 Kilometer nördlich gelegene Ortschaft Chalus hätten Erdrutsche und Steinschlag 16 Autofahrer getötet und 70 weitere verletzt, berichtete das staatliche Fernsehen. Der Rote Halbmond schickte Rettungskräfte mit Suchhunden, Sanitäter und Zelte in die betroffenen Dörfer, deren Zahl IRNA mit 50 angab.

Das Beben ereignete sich um 17.08 Uhr Ortszeit (14.38 Uhr MESZ). Es war in acht Provinzen in der Mitte und im Norden des Landes zu spüren. Nach Angaben des Seismologischen Zentrums der Universität Teheran hatte der Erdstoß die Stärke 5,5, der Geologische Dienst im US-Staat Colorado bezifferte die Stärke auf 6,2. Das Epizentrum lag nach Angaben der Universität Teheran in der Nähe des Dorfes Baladeh, 69 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt in der Nähe des Kaspischen Meeres.