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+++ Der Tag im Ticker +++: Verletzte bei Explosion in Frankfurter Café

Die Katholische Kirche legt erste Forschungsergebnisse zu Missbrauch vor +++ Türkei versöhnt sich mit Israel +++Türkei stimmt von der Leyens Besuch der Bundeswehr in Incirlik zu. Diese und weitere Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Die Fensterfront des Cafes in Frankfurt am Main ist völlig zersplittert

Die Fensterfront des Cafes in Frankfurt am Main ist völlig zersplittert 

+++ 18.16 Uhr: Verletzte bei Explosion in Frankfurter Café +++

Bei einer Explosion in einem Café in Frankfurt sind mehrere Menschen verletzt worden. Zwei Menschen erlitten schwere Verletzungen, zwei weitere kamen mit leichteren Blessuren davon, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Vermutlich handele es sich um einen Unfall, es müsse aber noch weiter ermittelt werden.

Nach ersten Erkenntnissen sei die Explosion vermutlich in einem Nebenraum des Cafés von brennbarem Spray aus einer Dose ausgelöst worden. Worum es sich genau handelte, war zunächst unklar.

+++ 14.50 Uhr: Erdogan entschuldigt sich bei Putin +++

Sieben Monate nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets hat sich der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bei den Hinterbliebenen der Piloten entschuldigt. Erdogan habe seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin einen entsprechenden Brief geschickt, teilte Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin am Montag mit. In dem Schreiben habe Erdogan bekundet, er wolle "die Familien der verstorbenen russischen Piloten darüber informieren, dass ich ihren Schmerz teile, und ihnen mein Beileid ausdrücken. Mögen sie uns verzeihen."

In dem Schreiben habe Erdogan gegenüber Putin außerdem sein "Bedauern" über den Abschuss des Kampfjets im syrischen Grenzgebiet Ende November ausgedrückt. Erdogan habe Putin dazu aufgerufen, die "traditionell freundlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Russland wiederherzustellen". Kalin verkündete weiter: "Wir sind erfreut, mitzuteilen, dass die Türkei und Russland übereingekommen sind, ohne Verzögerung die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die bilateralen Beziehungen zu verbessern." 

+++ 14.50 Uhr: Daten von Telekom-Kunden gestohlen +++

Kunden der Telekom sind offenbar Opfer von Cyberkriminellen geworden. Im einer Stichprobe von Datensätzen, die im sogenannten Darknet angeboten würden, seien echte und aktuelle Informationen von Telekom-Kunden gefunden worden, teilte der Konzern am Montag mit. Konkret gehe es um T-Online-Mailadressen mit den dazugehörigen Passwörtern. Die Telekom riet ihren Kunden, ihr Passwort zu ändern. Das Unternehmen prüfte nach eigenen Angaben etwa 90 Datensätze, die im Darknet angeboten wurden. Insgesamt sollen demnach derzeit mehrere zehntausend Kundendaten verschiedener Firmen in diesem verborgenen und verschlüsselten Bereich des Internets auf Abnehmer warten. Die Telekom habe die Sicherheitsbehörden eingeschaltet, Anzeige erstattet und Kunden, deren Daten vorlagen, "umgehend informiert".

+++ 14.38 Uhr: Landrat legt sich nicht auf BER-Eröffnung 2017 fest +++

Regierungschefs, Manager und Beamte versuchen in Berlin, den gefährdeten Eröffnungstermin für den Hauptstadtflughafen im Jahr 2017 zu retten. Er gebe keine Prognose ab, sagte der zuständige Landrat Stephan Loge vor Beginn des Spitzentreffens im Berliner Roten Rathaus. Neben den Länderchefs aus Berlin und Brandenburg, Michael Müller und Dietmar Woidke, Vertretern des Bundes und der Deutschen Bahn nahmen daran auch die Chefs des Eisenbahn-Bundesamts, Gerald Hörster, und der Flughafengesellschaft, Karsten Mühlenfeld, teil. "Letztendlich bin ich von deren Konzepten abhängig und sehe für uns gar kein großes Problem", sagte Loge. 

+++ 14.21 Uhr: Deutschland verliert Rennen um Nato-Spitzenposten +++

Deutschland hat das Rennen um einen einflussreichen Spitzenposten bei der Nato verloren. Generalsekretär Jens Stoltenberg ernannte am Montag die US-amerikanische Staatssekretärin für Rüstungskontrolle und internationale Sicherheit, Rose Gottemoeller, zu seiner zukünftigen Stellvertreterin. Der von der Bundesregierung vorgeschlagene deutsche Spitzendiplomat Martin Erdmann zog damit den Kürzeren.

Gottemoeller bringe langjährige Erfahrungen in der internationalen Sicherheitspolitik mit und sei eine Russland-Expertin, kommentierte Stoltenberg seine Wahl. Darüber hinaus sei es ein Meilenstein für die Nato, dass erstmals ein Frau den Posten des Stellvertretenden Generalsekretärs besetze.

+++ 13.37 Uhr: Wegen Kriegsverbrechen: Deutsche Politiker stellen Strafanzeige gegen Erdogan +++

Zwei Rechtsanwältinnen haben eine Anzeige gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wegen angeblicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in den kurdischen Gebieten der Südosttürkei angekündigt. Das teilten die Juristinnen Britta Eder und Petra Dervishaj am Montag in Berlin mit. Sie wollten die Anzeige nach eigenen Angaben bereits am Montag beim deutschen Generalbundesanwalt in Karlsruhe einreichen.

Nach eigenen Angaben vertreten Eder und Dervishaj die Hinterbliebenen von zwei Getöteten und einen türkischen Parlamentsabgeordneten der Kurden-Partei HDP, der ebenfalls zu den Geschädigten zählt. Die Anzeige wird darüber hinaus auch von zahlreichen Menschen und Organisationen aus Deutschland gestellt. Darunter sind die Linken-Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko, Harald Weinberg und Ulla Jelpke sowie der Liedermacher Konstantin Wecker.

Türkischer Staatschef: Warum Erdogan wegen Hetze schon im Gefängnis saß


+++ 12.43 Uhr: Snowden scheitert mit Klage in Norwegen +++

Edward Snowden ist mit seinem Versuch gescheitert, sich per Gerichtsbeschluss zusichern zu lassen, dass er bei einer Reise nach Norwegen nicht an die USA ausgeliefert wird. Ein Gericht in Oslo wies die Klage des Informanten hinter den NSA-Enthüllungen ab. Es sieht sich nicht zuständig, darüber zu entscheiden, wie aus der am Montag veröffentlichten Entscheidung hervorging. Snowden übernahm die Prozesskosten des norwegischen Staates von 7000 Kronen (knapp 750 Euro). Snowden wurde vom norwegischen PEN-Autorenverband mit dem Ossietzky-Preis 2016 ausgezeichnet. Die Preisverleihung ist am 18. November in Oslo. Man wolle dafür sorgen, dass Snowden die Auszeichnung persönlich entgegennehmen könne, hatte der PEN-Verband erklärt, als die Klage im April eingereicht wurde.

+++ 12.29 Uhr: Türkei stimmt von der Leyens Besuch bei Bundeswehr in Incirlik zu +++

Die türkische Regierung hat keine Einwände gegen den geplanten Besuch von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei den Bundeswehrsoldaten auf der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik. "Die Türkei wird es erlauben", sagte Ministerpräsident Binali Yildirim bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz am Montag in Ankara. "Die deutsche Verteidigungsministerin kann Incirlik problemlos besuchen. Da gibt es keine Probleme."

Nach der Armenier-Resolution des Bundestages hatte die türkische Regierung die Erlaubnis für einen Mitte Juli geplanten Besuch von Verteidigungsstaatssekretär Ralf Brauksiepe mit Abgeordneten bei der Bundeswehr in Incirlik verweigert. Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte am Donnerstag erklärt, Besuche von Politikern auf der Basis Incirlik würden derzeit "nicht als passend erachtet". Von der Leyen hatte daraufhin angekündigt, trotz der ablehnenden Haltung Ankaras nach Incirlik zu reisen. Der "Bild am Sonntag" sagte sie: "Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Leitung des Verteidigungsministeriums deutsche Soldatinnen und Soldaten im Einsatz besucht." In Incirlik sind auch ausländische Soldaten stationiert, die Basis unterliegt aber türkischem Hoheitsrecht. 

+++ 12.11 Uhr: Hunderttausende erinnern bei Gay-Pride-Paraden in den USA an Opfer von Orlando +++

Zwei Wochen nach dem verheerenden Attentat auf einen bei Homosexuellen beliebten Nachtclub in Orlando haben hunderttausende Menschen bei Gay-Pride-Paraden in den USA an die Opfer erinnert. An dem größten Umzug in New York nahm am Sonntag auch die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton teil.

"LGBT-Amerikaner stehen immer noch vor zu vielen Hindernissen", erklärte Clinton. "Lasst uns so lange weiter marschieren, bis das nicht mehr so ist". Die Abkürzung steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender. Die Parade in New York, die als Vorbild für Gay-Pride-Paraden weltweit gilt, begann mit einer Gedenkminute. "Wir werden uns dem Hass entgegenstellen", sagte Bürgermeister Bill de Blasio. "Wir werden uns denjenigen entgegenstellen, die versuchen, unsere Werte zu untergraben. Wir glauben an eine Gesellschaft für alle."

+++ 12.04 Uhr: Frauen demonstrieren während Gina-Lisa Lohfink-Prozess vor dem Gericht +++

Während des Berliner Prozesses gegen das Model Gina-Lisa Lohfink wegen falscher Verdächtigung haben am Montag zahlreiche Frauen gegen sexuelle Gewalt demonstriert. Einige Dutzend Mitglieder der "Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt" versammelten sich am Morgen vor dem Amtsgericht Tiergarten. Sie hielten Plakate und Transparente hoch. Parolen wie "No means no - gegen den sexistischen Normalzustand" und "Egal, was ich anziehe, egal, wo ich bin - Ja heißt Ja und Nein heißt Nein" standen darauf.

+++ 11.57 Uhr: Prozess um Silvio S.: Mutter sagt aus: "Mohamed wäre nicht einfach mit Fremden mitgegangen" +++

Das getötete Flüchtlingskind Mohamed wäre nach Einschätzung seiner Mutter nicht einfach so mit einem Fremden mitgegangen. "Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass dieser Mann mein Kind irgendwie angelockt haben muss", sagt die 29-Jährige über den Angeklagten Silvio S., der in Potsdam wegen Mordes an zwei Kindern vor Gericht steht.

Der vierjährige Mohamed war im vergangenen Oktober verschwunden, als seine Mutter einen Behördengang beim Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales erledigte. "Als ich das Amt betrat, war er weg." Sie habe fest geglaubt, er sei zum nahen Flüchtlingskindergarten gelaufen. Auch im Flüchtlingsheim sei er manchmal kurz um die Ecke gegangen, aber immer zurückgekehrt. Silvio S. soll Mohamed entführt, missbraucht und ermordet haben. Dem Wachmann aus Brandenburg wird zudem der Mord an Elias (6) aus Potsdam vorgeworfen. Der Montag war der vierte Tag des Mordprozesses. Das Verfahren soll bis Ende Juli dauern.


+++ 11.12 Uhr: Lange Haftstrafen wegen Drogenhandels im Gefängnis +++

Nach der Aushebung eines Drogenhändlerrings am Heilbronner Gefängnis sind elf Männer zu Haftstrafen von bis zu neun Jahren verurteilt worden. In einer straff organisierten, kriminellen Vereinigung hatten sie mindestens seit Anfang 2012 einen Drogenhandel unter anderem mit Heroin, Marihuana und Haschisch in und an der Justizvollzugsanstalt aufgezogen, wie das Landgericht am Montag urteilte. Die obersten Drahtzieher wurden zu neun Jahren, die Mittäter zu dreieinhalb oder vier Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte bis zu elfeinhalb Jahre gefordert. Aus Sicherheitsgründen waren die 122 Verhandlungstage in das Prozessgebäude am Gefängnis Stuttgart-Stammheim verlegt worden.

+++ 10.25 Uhr: Österreichischer Karikaturist Manfred Deix gestorben +++

Der österreichische Zeichner und Karikaturist Manfred Deix ist tot. Deix starb am Samstag im Alter von 67 Jahren nach langer schwerer Krankheit, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Montag unter Berufung auf den Direktor des Karikaturmuseums Krems, Gottfried Gusenbauer, berichtete.
Deix zählte zu den bekanntesten österreichischen Künstlern und zu den populärsten satirischen Zeichnern im deutschsprachigen Raum. 1972 hatte er erste Veröffentlichungen unter anderem in dem Magazin "Profil", später entwarf er Titelbilder für "Spiegel" sowie für "Pardon", "Titanic" und "Playboy" und auch für den stern.

Wie kein anderer Zeichner verstand es Deix, das Milieu des Kleinbürgers abzubilden. Lieblingsmotiv war dabei der Duchschnittsösterreicher mit seinen Skurrilitäten und Besonderheiten. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und war in verschiedenen Ausstellungen vertreten. Das 2001 eröffnete Karikaturenmuseum in Krems, an dessen Gründung Deix beteiligt war, bietet eine Dauerausstellung mit 250 seiner Werke an.
In den vergangenen Jahren hatte es laut APA immer wieder beunruhigende Nachrichten über Deix' Gesundheitszustand gegeben. 2014 musste eine Buchpräsentation nach einem Zusammenbruch kurzfristig verschoben werden.

+++ 10.07 Uhr: Umwelt-Bundesamt bringt eigenes Messprogramm für Autoabgase voran +++

Das Umwelt-Bundesamt bringt sein eigenes Messprogramm für den Schadstoffausstoß von Dieselfahrzeugen voran. "Unser Messprogramm steht kurz vor der Ausschreibung", sagte ein Sprecher und bestätigte damit einen Bericht von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR. Geeignete Firmen sollen die Abgase auf der Straße messen - bislang wird dies nur im Labor gemacht. Für die Zulassung eines Autos entscheidend ist das Ergebnis von Tests unter Laborbedingungen. Zuständig in Deutschland ist das Kraftfahrt-Bundesamt. Ab September 2017 sind nach Vorgaben der EU Tests unter realen Fahrbedingungen vorgeschrieben.

+++ 9.52 Uhr: Prozess gegen Model Gina-Lisa Lohfink fortgesetzt +++

Vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten ist am Montag der Prozess gegen das Model Gina-Lisa Lohfink fortgesetzt worden. Die Staatsanwaltschaft wirft der 29-Jährigen falsche Verdächtigung vor. Nach Auffassung der Anklage soll sie wider besseren Wissens zwei Männer der Vergewaltigung bezichtigt haben. Das Umfeld der Angeklagten äußerte nachhaltige Zweifel am unvoreingenommenen Umgang der Justiz mit dem Model als einem möglichen Missbrauchsopfer. Etwa ein Dutzend Befürworter eines strengeren Sexualstrafrechts demonstrierten am Montag vor dem Gericht für Lohfink.

+++ 8.46 Uhr: Papst: Kirche sollte Homosexuelle um Vergebung bitten +++

Die Kirche sollte sich nach Worten von Papst Franziskus bei Homosexuellen, Armen und anderen vernachlässigten Menschen entschuldigen. "Die Christen sollten dafür um Vergebung bitten, dass sie viele falsche Entscheidungen begleitet haben", sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Sonntagabend auf dem Rückflug von seiner dreitägigen Armenienreise, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Er schloss demnach auch vergewaltigte Frauen und ausgebeutete Kinder mit ein. Mit Blick auf Schwule und Lesben wiederholte er, sie dürften nicht diskriminiert werden. "Sie müssen respektiert" und seelsorgerisch begleitet werden. "Wer sind wir zu urteilen?" fragte der Papst laut Ansa.

+++ 8.41 Uhr: Duterte verteidigt geplante Wiedereinführung der Todesstrafe +++

Angesichts massiver Kritik an seinem geplanten Feldzug gegen die Kriminalität hat der designierte philippinische Präsident Rodrigo Duterte die Wiedereinführung der Todesstrafe verteidigt. "Ich glaube an Vergeltung. Warum? Du sollst bezahlen. Wenn Du jemanden tötest oder vergewaltigst, sollst Du sterben", sagte Duterte am Montag in einer Rede in seiner Heimatstadt Davao. Die Politiker und Menschenrechtler, die ihn massiv kritisiert hatten, bezeichnete er als "dumm".

"Wenn sie einen Menschenrechtsverletzer beschreiben, erwecken diese Narren den Eindruck, als wenn die Leute, die getötet werden, Heilige wären, die erbarmungswürdig oder unschuldig sind", sagte der langjährige Bürgermeister von Davao, der am Donnerstag als Präsident vereidigt wird. Der 71-Jährige hatte die Wahl im Mai mit dem Versprechen gewonnen, mit dem Verbrechen aufzuräumen, indem er zehntausende Kriminelle von der Polizei erschießen oder hinrichten lässt.


+++ 7.56 Uhr: Autos von "Hurricane"-Besuchern stecken noch im Schlamm fest +++

Die verregnete 20. Ausgabe des "Hurricane"-Festivals im niedersächsischen Scheeßel hat für viele Fans ein unerwünschtes Nachspiel: Zahlreiche von Besuchern stecken im Schlamm fest und können nur mit Hilfe von Traktoren befreit werden. "Da ist viel Geduld gefragt", sagte ein Polizeisprecher am Montag in Rotenburg. Zahlen der betroffenen Festivalbesucher lagen zunächst nicht vor. Wegen mehrerer Gewitter und heftigem Regen folgte für Zehntausende Besucher auf einen unterbrochenen Spieltag am Freitag ein Festival-Samstag ohne Konzerte. Am Sonntag ging das Programm ohne Einschränkungen über die Bühne. Dagegen wurde das Zwillingsfestival "Southside" im baden-württembergischen Neuhausen ob Eck nach einem heftigen Unwetter komplett abgesagt.

+++ 7.53 Uhr: Türkei bestätigt Einigung auf Versöhnungsabkommen mit Israel +++

Regierungskreise in Ankara haben eine Einigung mit Israel auf eine Normalisierung der Beziehungen nach jahrelangem Streit bestätigt. "Die Vereinbarung stellt einen diplomatischen Sieg der dar", sagte ein Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte. In Rom hatten sich am Sonntag Delegationen beider Seiten getroffen, um letzte Details auszuarbeiten. Auch aus israelischen Regierungskreisen war eine Einigung bestätigt worden. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim wollte am Montag in Ankara vor die Presse treten. Medienberichten zufolge wollte sich zeitgleich auch Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu äußern. 

+++ 7.13 Uhr: Uhr: Messi erklärt Rücktritt aus argentinischer Nationalmannschaft +++

Lionel Messi hat seinen Rücktritt aus der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft erklärt. "Ich habe meine Entscheidung getroffen, meine Zeit in der Nationalmannschaft ist vorbei", sagte Messi am Sonntag in East Rutherford einem argentinischen Fernsehsender.

+++ 6.33 Uhr: Katholische Kirche legt erste Forschungsergebnisse zu Missbrauch vor +++

Nach dem ersten Bekanntwerden von Missbrauchsfällen im großen Ausmaß in der im Jahr 2010 liegen nun Teilergebnisse eines Forschungsprojekts zu Ursachen und Ausmaß vor. Forscher stellten bei Geistlichen als Tätern unter anderem emotionale und sexuelle Unreife, Persönlichkeitsstörungen und Pädophilie fest. In die Untersuchung (Metaanalyse) flossen Studien aus neun Ländern ein, darunter Irland und den USA. Rund ein Drittel der Untersuchungen stammt aus Deutschland.

Anders als beim Missbrauch in Schulen und anderen Institutionen zählten in der katholischen Kirche in erster Linie Jungen zu den Opfern, berichtet Harald Dreßing vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim. Bis Ende 2017 wollen die Forscher durch das Studium von Personalkten und Interviews mit Tätern und Opfern ein genaueres Bild vom Ausmaß des in Deutschland bekommen.

jen / DPA / AFP