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Ermittlungen nach Massencrash: Welche Mitschuld trägt die Agrarindustrie?

Wer hat Schuld an den vielen Toten auf der A19? Diese Frage wird Experten noch wochenlang beschäftigen. Dekra-Fachleute sollen den Ablauf der folgenschweren Massenkarambolage in einem Sandsturm rekonstruieren. Wissenschaftler machen die Landwirtschaft mitverantwortlich.

Die Ermittlungen zur Ursache des Massenunfalls mit acht Toten auf der Autobahn 19 gestalten sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Rostock sehr schwierig. Man könne vielleicht herausfinden, von welchem Auto der erste Auffahrunfall ausgegangen sei, sagte eine Sprecherin. Dafür könne man eventuell auch Zeugen finden, da im vorderen Bereich keine Autos in Brand geraten seien. Wenn das geklärt sei, könne man demjenigen aber kaum die Schuld für die Toten im mittleren und hinteren Teil der Karambolage zuordnen. Das Feuer habe vor allem weiter hinten bei den Fahrzeugen gewütet.

Die Prüforganisation Dekra rechnet gar mit Wochen und Monaten, um den Massencrash technisch aufzuarbeiten. Aber es werde kaum möglich sein, für jedes einzelne Auto den genauen Hergang zu klären, sagte Fachabteilungsleiter Dirk Hartwig. Er bezeichnete bisherige öffentliche Äußerungen über Unfallursache oder Ablauf als "pure Spekulation". Die Dekra arbeitet im Auftrage der Staatsanwaltschaft. Geklärt werden müsse, ob bei einzelnen Autofahrern ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten vorliege.

Noch 16 Unfallopfer in Kliniken

Drei Tage nach dem schweren Unfall werden noch 16 Unfallopfer in Kliniken der Umgebung behandelt. Ein Mann liege in kritischem Zustand auf der Intensivstation in Güstrow, teilte das dortige KMG-Klinikum am Montag mit. Insgesamt würden in dem Krankenhaus, das nur wenige Kilometer vom Unfallort bei Kavelstorf entfernt steht, noch sechs bei dem Unfall Verletzte versorgt. In Bad Doberan und den beiden Kliniken in Rostock wurden noch zehn Opfer des Crashs behandelt.

Am Freitag waren während eines Sandsturms 82 Fahrzeuge auf beiden Autobahnseiten bei Kavelstorf ineinandergerast. Das Gros der Fahrzeuge fing Feuer und brannte aus. Acht Menschen starben, 131 Menschen wurden verletzt.

Agrarexperte: Hecken auf den Feldern nötig

Auch die Agrarindustrie ist in die Aufarbeitung miteinbezogen. Der Massenunfall hat die Diskussion auch über Windschutzstreifen auf Feldern neu entfacht. "Da liegt einiges im Argen", sagte der Professor im Fachbereich Landschaftsarchitektur an der Hochschule Neubrandenburg, Mathias Grünwald. Gebraucht würden Feldhecken, nicht nur entlang der Straßen. Die Landwirtschaft aber sei nur an Großflächen interessiert, die sich gut bearbeiten ließen. "Jetzt haben wir die Kehrseite davon gesehen", sagte Grünwald.

"Jedem Landwirt muss das Herz bluten, wenn er sieht, wie die Ackerkrume davonweht", meinte Grünwald. Dass unbedeckter Boden bei Trockenheit weggetragen wird, "gehört zum Erfahrungsschatz seit der Jungsteinzeit", kommentierte der Professor. Heute seien im Frühjahr hauptsächlich die Felder kahl, auf denen Mais gelegt werden soll. Der Anbau einer Zwischenfrucht, die als Gründünger untergepflügt werden könne, sei sinnvoll. Wo jetzt Winterweizen oder -raps wachse, gebe es das Erosionsproblem nicht.

Verkehrsministerium: Keine Diskussion über ein Tempolimit

Keinen neuen Diskussionsbedarf sieht Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) beim Thema allgemeines Tempolimit auf Autobahnen. Das werde es mit dem Minister nicht geben, bekräftigte sein Sprecher Sebastian Rudolph. Man dürfe auch einen solch schlimmen Unfall nicht mit grundsätzlichen Themen vermischen. "Die Gesetze der Natur setzen einfach auch der Verkehrssicherheit Grenzen." Auf fast 40 Prozent der deutschen Bundesstraßen und Autobahnen gelte bereits ein Tempolimit. Die Länder könnten solche Geschwindigkeitsbegrenzungen jederzeit "bei Gefahr im Verzug" einrichten.

ukl/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(