Superpflanzen der Zukunft Richtig Ackern! Wie Wissenschaftler und die Agrarindustrie Pflanzen widerstandsfähiger machen. Ohne Glyphosat und andere Gifte

Kathrin Grahmann in einem Sonnenblumenfeld
Kathrin Grahmann will herausfinden, wie Landwirte mit weniger Gift und Dünger auskommen. Diese Sonnenblumen in Brandenburg etwa wurden im Sommer von Marienkäfern gerettet
© Gordon Welters/stern
Wie bekommt man die Welt satt, ohne die Erde zu zerstören? Forscher arbeiten dafür an Superpflanzen und zeigen, wie man viele ernährt ohne viel zu zerstören.

An einem milden Novembermorgen lässt sich Ludwig Hirschberg, 56, auf seinem Acker nieder. Er kniet auf schwarzer Erde, die in der Sonne glänzt. Der junge Winterweizen steht wenige Zentimeter hoch und schimmert grün. Hirschberg sticht mit dem Taschenmesser ein Pflänzchen aus, hält es zwischen den Fingern und sagt: "Sieht super aus." Kräftige, gesunde Wurzeln, viele Triebe. Und, ganz wichtig, zwischen den Pflanzen wächst keinerlei Unkraut, das ihnen Licht und Nährstoffe rauben könnte. Vor der Aussaat hat Hirschberg den Boden mit Glyphosat behandelt, einem Totalherbizid, das sämtliche Unkräuter tötet. Zudem setzt er Fungizide gegen Pilze wie den Mehltau ein, die in den nächsten Wachstumsphasen den Weizen befallen könnten.

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