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Facebook-Veranstaltung: Der Mann, der zum Sturm auf Area 51 aufrief, bekommt es mit der Angst zu tun

Weit mehr als eine Million Menschen haben auf Facebook angekündigt, gemeinsam die Area 51 stürmen zu wollen. Die Veranstaltung war eigentlich als Scherz gedacht – jetzt fürchtet der Ersteller das FBI.

Verbotsschilder Area 51

Warnschilder an einer zur Area 51 führenden Straße in Groom Lake (USA)

Getty Images

Viele Mythen ranken sich um die Area 51, das rätselhafte Gelände in Nevada. Dort sollen die US-Luftwaffe und das Verteidigungsministerium wahlweise abgestürzte außerirdische Raumschiffe verstecken, Aliens gefangen halten oder die Mondlandung gestellt haben – je nachdem, welcher Verschwörungstheorie man glaubt. Erst 2013 bestätigte die US-Regierung, dass das Sperrgebiet überhaupt existiert. Über seinen Zweck äußern sich die Behörden aber weiterhin nur sehr vage. 

1,8 Millionen Facebook-User wollen dem Geheimnis auf den Grund gehen. So viele Menschen haben zumindest bei einer Facebook-Veranstaltung ihre Teilnahme zugesagt, in der zum Sturm auf die Area 51 aufgerufen wird. Weitere 1,4 Millionen haben auf "interessiert" geklickt. "Sie können uns nicht alle stoppen", heißt es im Titel der Veranstaltung. Während die angeblichen Teilnehmerzahlen in den vergangenen Tagen immer weiter stiegen, blieb der Ersteller des Events im Verborgenen. Jetzt hat er sich zu erkennen gegeben und über die Hintergründe berichtet.

Sturm auf Area 51 war eigentlich nur ein Scherz

Es handelt sich um Matty Roberts, einen 20-jähriger Mann mit langen Haaren aus Kalifornien. Eigentlich wollte sich Roberts nur einen Scherz erlauben, als er Ende Juni bei Facebook für den 20. September zum Sturm auf Area 51 einlud. "Es war eine Art Witz", erzählte er dem Fernsehsender KLAS-TV. "Nach drei Tagen hatten 40 Leute zugesagt und dann ging es plötzlich richtig ab."

Der Scherz ist mittlerweile außer Kontrolle geraten und zieht immer weitere Kreise. Sogar die Luftwaffe äußerte sich zu dem Vorhaben und riet Unbefugten dringend davon ab, sich Zutritt zum Gelände zu verschaffen. Man darf das wohl als Drohung verstehen. "Gruselig" findet Matty Roberts das. Langsam bekommt er es auch mit der Angst zu tun: "Das FBI dürfte bald bei mir vor der Tür stehen." Dabei wollte er nie zur nationalen Bedrohung werden, die ganze Aktion sei "komplett satirisch" gedacht gewesen, versichert er.

Wie viele Menschen am 20. September wirklich an der Area 51 auftauchen, kann niemand sagen. Matty Roberts hat gegenüber NPR angekündigt, auf jeden Fall dort zu sein, "aber nicht aus dem angegebenen Anlass". Er wolle die Aufmerksamkeit nutzen, um ein sinnvolles Event auf die Beine zu stellen, zum Beispiel zu Bildungszwecken.

Quellen: KLAS-TV / NPR

epp
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