HOME

Riskanter Facebook-Flashmob: Sie wollen Aliens sehen: 400.000 Menschen verabreden sich zum Sturm auf Area 51

Über eine Facebook-Veranstaltung verabreden sich derzeit mehrere tausend Menschen zu einem Sturm auf das militärische Sperrgebiet Area 51. Ziel ist es, herauszufinden, ob sich Aliens auf dem Gelände befinden. Ganz ungefährlich ist das nicht. 

Verbotsschilder Area 51

Warnschilder an einer zur Area 51 führenden Straße in Groom Lake (USA)

Getty Images

Um kein militärisches Gelände reihen sich mehr Verschwörungstheorien und Geheimnisse wie um "Area 51". Das 100 Quadratkilometer große Sperrgebiet im US-Bundesstaat Nevada liegt auf dem ausgetrockneten Salzsee Groom Lake und ist Teil eines Übungsgeländes der United States Air Force. Abgeschirmt wird es durch Bergketten und mehrstufige Sicherheitssysteme. Im zweiten Weltkrieg nutzte die US Air Force das Gelände für Schießübungen und Waffentests. Während des Kalten Krieges hielt es als Testgelände für Spionage- bzw. Aufklärungsflugzeuge her. 

Erst im Jahr 2013 wurde durch einen Bericht des US-Geheimdienstes CIA bestätigt, dass es dieses Gelände tatsächlich gibt. Geheimhaltungsmaßnahmen, wie zum Beispiel das Schwärzen von Satellitenfotos und die komplette Abschirmung des Geländes, heizten die Diskussionen, was wirklich auf dem Gelände vor sich geht, immer weiter an. Es heißt zum Beispiel, dort seien abgestürzte außerirdische Raumschiffe untersucht worden, Treffen und Gespräche mit extraterrestrischen Lebensformen hätten stattgefunden und exotische Waffen seien dort entwickelt worden. 

1989 behauptete der ehemalige Air-Base-Mitarbeiter Robert Lazar in einem TV-Interview, er habe bei seiner Arbeit auf dem Gelände Fotos von fliegenden Untertassen und Aliens gesehen. Außerdem habe er als Physiker in einem Programm mitgearbeitet, bei dem Nachbildungen von außerirdischen Flugobjekten konstruiert wurden. Mit seinen Äußerungen versetzte er weltweit Ufologen und Verschwörungstheoretiker in große Aufregung. 

400.000 Zusagen auf Facebook

Doch zahlreiche Menschen wollen nicht mehr spekulieren, sondern sich Klarheit verschaffen. Der Frage, was sich nun wirklich auf dem Gelände befindet, wollen sie deshalb am 20. September auf den Grund gehen. Sie verabreden sich mit Hilfe einer Facebook-Veranstaltung zu einem sehr gefährlichen Flashmob. Bisher haben über 400.000 Menschen bei dem Event "Storm Area 51, They Can't Stop All of Us" (übersetzt: "Stürmt Area 51, sie können uns nicht alle aufhalten") auf "Zusagen" geklickt – weitere 400.000 interessieren sich dafür. In den Details der Veranstaltung heißt es, dass die Touristenattraktion "Area 51 Alien Center" der Treffpunkt sein wird und von dort aus der Ansturm koordiniert wird. 

Verschwiegen wurde in den Informationen auf Facebook allerdings, dass für das unerlaubte Betreten des Geländes eine hohe Geldstrafe bis hin zu einer Gefängnisstrafe droht. Da es sich um ein militärisches Sperrgebiet handelt, besteht zudem die sehr reale Gefahr, erschossen zu werden. Trotz des vermutlich nicht ganz ernst gemeinten Hintergrunds der Veranstaltung wird es von den 400.000 Teilnehmern sicherlich ein paar Menschen geben, die an diesem Tag wirklich am Treffpunkt erscheinen. Bleibt zu hoffen, dass diese Teilnehmer letztendlich doch noch von Warnschildern abschrecken lassen. 

Quellen: CNN

ky